Letzte Änderung
20. April 2017

Volksrepublik China


Tabellarische Übersicht der chinesischen Geschichte
von Andreas Kiehl



Die Volksrepublik des Terrors

von Tsoltim N. Shakabpa

China ist die Volksrepublik des Terrors.

Sie flößt dem Volke Furcht und Schrecken ein, sie droht ihm mit Verhaftung, Folter, Hinrichtung.

Schürt Furcht und Entsetzen unter den kleinen Nationen,

durch Drohung mit Gewehren, Besetzung und Expansion.

Auch großen Nationen flößt sie Furcht und Schrecken ein,

indem sie ihnen ihre Macht des Geldes zeigt,

und ihre Kernwaffen-Geheimnisse der Axe des Bösen verkauft.

Sie sorgt für Furcht und Schrecken bei allen Menschen auf der Welt,

indem sie ihre Existenz durch globale Erwärmung, toxische Rückstände
und ihren gigantischen Erdölverbrauch bedroht.

China ist die Volksrepublik des Terrors.

Sie flößt Furcht und Schrecken ein, indem sie die Menschenrechte mit Füßen tritt.

Sie flößt Furcht und Schrecken ein, indem sie die freie Rede erstickt.

Sie verbreitet Furcht und Schrecken, indem sie die Religionsfreiheit niederdrückt.

Und sie verbreitet Furcht und Schrecken, indem sie jeden Widerspruch und Dissens zermalmt.

Sie verbreitet Furcht und Schrecken, indem sie die Schwachen und Harmlosen unterjocht.

Sie schafft Furcht und Schrecken, indem sie jene zum Schweigen bringt, die sich ihrem Regime widersetzen.

China ist wahrhaft die Volksrepublik des Terrors!


Aktuelles
Chinas neueste Attacke auf das Internet - Verbot der Umgehungswerkzeuge in Chongqing könnte einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen
Düstere Lage der Menschenrechte unter Xi Jinping: Bericht von Human Rights Watch
Sorge um den verschwundenen Menschenrechtsanwalt Jiang Tianyong, Verteidiger tibetischer und chinesischer Aktivisten
Zwei Resolutionsentwürfe für IGFM JHV 2012
Zentrale Ausländerbehörde Kassel: Amtshilfe für die chinesische Staatssicherheitsdienste? (März 2012)
"Ein Tribut an die Machthaber in Peking" von Dr Xu Pei
"Ein Brief, der immer noch nicht beantwortet ist", an die Konfuzius-Institute, von Dr Jörg Rudolph, China-Dozent, Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein
Botschaft von Tienchi Martin-Liao zur Friedensnobelpreisverleihung an Liu Xiaobo am 10. Dezember 2010
Die Propaganda der Kommunistischen Partei von Xu Pei (10. Dezember 2008
Gepeinigter Drache - Chinas Menschenrechte im Spätstadium der KP-Herrschaft - 3. Auflage des Buches von Thomas Weyrauch (18. Dezember 2008)
Aktuelle Beispiele für die rote Infiltration der Kommunistischen Partei Chinas in Deutschland (Dr Xu Pei, 25. Juni 2008)
Kritische Bemerkungen zum gegenwärtigen China (Volksrepublik) (März 2008)
Strangulierung der Presse- und Meinungsfreiheit in Hong Kong (Mai 2007)
Emilie Lau: Kommunistische Methoden in Hong Kong: Demokratie, Presse- und Lehrfreiheit werden schleichend untergraben
Pekings langer Arm - Pressefreiheit in Deutschland eingeschränkt! (IGFM Pressemitteilung)
"Wirtschaft und Ethik in unseren Beziehungen mit China": Referat von Ulrich Schmid, NZZ, am 8. August 2005 an der ETH Zürich
"Wirtschaft und Ethik in unseren Beziehungen mit China": Wirtschaft als Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung von China und Tibet
Warren Smith: Die Bedrohung durch China (The China Threat)
Tibeter im Ausland werden durch die VR China genau beobachtet (Phayul)
China: Auf dem Weg in die Demokratie oder den Faschismus? (Jamyang Norbu)
Jamyang Norbu: Chinas einschüchternder Erfolg
4. Juni Jahrestag Tiananmen
Das Tiananmen-Massaker 1989 – Eine Chronologie der Ereignisse (2009)
Die Bewegung vom Tiananmen-Platz hat ihre Bedeutung bis heute nicht verloren (2009)
Die „drei Helden des Platzes des Himmlischen Friedens“ (2009)
Dossier GfbV: 15. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens
China bei den Jahresversammlungen der IGFM 2004 - 2008
August 2008: Inhaftierte Schriftsteller in China und Tibet
2007: China-Konferenz bei der IGFM-Jahreshauptversammlung am 30. März 2007
Die staatliche Zurechenbarkeit von Menschenrechts verletzungen in der VR China von Dr. Thomas Weyrauch, 29. März 2007
BLUTIGE ERNTE: Bericht über die Anschuldigungen des Organraubs an Falun Gong-Praktizierenden, von David Kilgour und David Matas, 31. Januar 2007
2006: Verleihung des IGFM-Medienpreises bei der Jahreshauptversammlung am 6. Mai 2006
2005: Resolution zur Lage der Menschen- und Bürgerrechte in der VRC
2005: Resolution zum Waffen-Embargo der Europäischen Union gegen die VRC
2004: Bericht vom Arbeitskreis China und Resolutionen
"China spielt auf Zeit", von Michael Leh, 13. August 2005
Völkerrechtswidrige Drohung, von Michael Leh, 30. Juli 2005
Brief an den Bundeskanzler 15. März 2005
European Coalition Against the Lifting of the EU's Embargo on Weapons Sales to China: Open Letter to the European Union (4 Dec 2004)
Dossier der GfbV vom April 2004
Statement der VRC zu ihrer EU-Politik
IGFM: Chinas Führung will Modernität ohne Humanität
Die weltweite Vermarktung von Waren aus dem LAOGAI-System (von Peter Müller, 5. Dezember 2012)
Laogai as a tool of suppression, speech by Peter Müller Oct. 2007
Laogai als Werkzeug der Unterdrückung, Rede von Harry Wu am 4. Mai 2006 in Washington
Rede von Peter Müller zum Tag der Menschenrechte 2005
Wei Jingsheng Foundation
Wie lange wird es noch die "Erziehung-durch-Arbeit" geben?
Laogai Research Foundation (LRF) and Harry Wu (Englisch)
Harry Wu: Das Laogai-System (Englisch nach Website von LRF)
Blut und Tränen hinter den Billigprodukten "Made in China"
In China und Tibet inhaftierte Schrifsteller (pdf-Datei)
Der Tod eines katholischen Bischofs in Yong Nian, Hebei, China (11. September 2007)
Religious Persecution in the People's Republic of China, Speech by Dr Thomas Weyrauch to the “Conference on Religious Intolerance in China” in the EP (28. November 2006)
Die Verletzung der religiösen Rechte in Tibet und China (Bericht von Kirche in Not)
China: Ein Jahr nach Einführung neuer Richtlinien werden die religiösen Rechte unverändert eingeschränkt (HRW)
Organentnahmen in China: Geheimes chinesisches Konzentrationslager entdeckt -Bericht von David Kilgour und David Matas (6. Juli 2006)
Jahresbericht 2004 der US-Kommission für Religionsfreiheit in aller Welt, Abschnitt VRC
Die Unterdrückung der Religion in China von Jamyang Norbu
15 Tote bei ‚Attentaten’ in China (von Peter Müller, 2. August 2011)
Mehrere Tote bei Angriff auf Polizeistation in China (von Peter Müller, 15. Juli 2011)
Einführung: Uiguren und Ostturkestan (von Ümit Hamit)
Xinjiang: Düsteres Echo der Vorgehensweise Pekings in Tibet (7. Juli 2009)
"Die wahre Geschichte des Aufstandes der Uighuren", von Rebiya Kadeer (7. Juli 2009)
Kurzbiographie von Frau Rebiya Kadeer
Die Länder Hochasiens erklären ihre Unabhängigkeit im US Kongress (22. September 2006)
"Es wird um Ihre Kinder geschehen sein"
China warnt uighurische Aktivistin, 28. März 2005
Is Europe condemning Freedom in China: Speech of Mr Erkin Alptekin, The Hague, 10 November 2004
Unrepresented Nations and Peoples Organisation (UNPO): History of Eastern Turkestan
Rede von Marino Busdachin, Generalsekretär der UNPO, an den Ost-Turkestan Nationalkongreß in München
China und die Arbeitsgruppe München der IGFM

Mit der Volksrepublik China befassen wir uns auch im Zusammenhang mit unserer umfangreichen Tibet-Arbeit.

Die Arbeitsgruppe hat 1995 und 1999 in München Veranstaltungen zur Situation der Menschenrechte und der Lage der nationalen Minderheiten in der VR China durchgeführt (s. Geschichte der Arbeitsgruppe).

Wir waren gegen die Vergabe der Olympischen Spiele an Peking. Hier zwei Teilnehmer der IGFM an einer Demonstration gegen die Vergabe der Olympischen Spiele an Bejing am 4. April 2001 vor dem IOC-Gebäude in Lausanne, Schweiz.

Wir wollen dafür sorgen, daß das Thema Menschenrechte im Zusammenhang mit den Olympics nicht völlig untergeht. Und dafür haben wir Appellpostkarten an den Präsidenten des Olympischen Komitees

Bei den Jahreshauptversammlungen 2002, 2003 und 2004 der IGFM war die Arbeitsgruppe aktiv an Vorbereitung und Durchführung des Arbeitskreises China beteiligt.
Während des Besuchs von Staatspräsident Jiang Zemin im Jahr 2002 hat die Bundesregierung das in unserer Verfassung verankerte Demonstrationsrecht deutscher Bürger und Menschenrechtsorganisationen ( u.a. amnesty international, Gesellschaft für bedrohte Völker, Verfolgte Christen, IGFM Internationale Gesellschaft für Menschenrechte ) mit Füssen getreten und auf Druck der Chinesen gehorsamst für einen "ruhigen" Besuch gesorgt. Dazu schrieben wir einen offenen Brief an Bundesinnenminister Otto Schily.

Zum Besuch Jiang Zemins gaben wir ein Flugblatt heraus (PDF 110 kB)

im Internet informieren zu China diese Organisationen und Initiativen

China Oberserver Nachrichten ist nicht nur eine Nachrichtenseite, sondern auch eine kostenlose Informations-Plattform für Organisationen, Vereine, Verbände usw. Die Seite http://www.china-observer.de/ bietet eine Plattform, auf der China- und somit auch Tibet-bezogene Themen kostenlos veröffentlicht werden können, um sie einem breiten Publikum anzubieten. Diese Seite hieß bisher Xinhua.de. Wer oder was Xinhua.de war (oder auch "China Information Gateway") kann man nachlesen unter:

http://www.china-observer.de/static.php?page=Xinhua
China Observer selbst ist unabhängig, unpolitisch und nicht kommerziell. China Oberserver bewertet daher Pressemitteilungen nur hinsichtlich der in Deutschland geltenden Rechte, nicht jedoch hinsichtlich dessen Inhaltes.

Die Wei Jingsheng Foundation

415 East Capitol St, SE Suite 2
Washington D.C. 20003/USA
Phone: 202-543 1538
Fax: 202-543 1539
http://www.WeiJingSheng.org

gibt in regelmäßigen Abständen einen Newsletter mit Nachrichten aus China heraus. Hier die Übersetzung eines interessanten Artikels über das als "Laojiao" bezeichnete System der Lagerhaft in China.

Laogai Research Foundation

Founder Mr. Harry Wu
1925 K Street Suite 400
Washington, DC 20006
Tel:(202)833-8770
Fax:(202)833-6187
E-Mail:laogai@laogai.org
www.laogai.org

Nachrichten zu Reise, Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien in China vom China Information Gateway Pressemitteilungen von Vereinen, Organisationen, Verbänden und Unternehmen mit Bezug zu China http://www.xinhua.de/index.php
Diese Seiten enthalten Satiren an die Förderer der Olympischen Spiele 2008 in Beijing. www.beijing-celebrates-humanity.de
To demand accountability for the Tiananmen Square Massacre please visit The Tiananmen Mothers Campaign and sign the petition www.fillthesquare.org
Human Rights in China www.hrichina.org
Deutsches Falun Gong Informationszentrum www.faluninfo.de
"China intern" wird von einigen Praktizieren von Falun Gong aus Deutschland gestaltet www.china-intern.de
Reporters without Borders or Reporters Sans Frontiers www.internet.rsf.org
Cardinal Kung Foundation www.cardinalkungfoundation.org
China Information Centre www.cicus.org
Freedom Church for China www.freechurchforchina.org
Falun Dafa www.falundafa.org
International Taklamakan Human Rights Association www.taklamakan.org
Olympic Watch www.olympicwatch.org
International Campaign for Tibet www.savetibet.org
Physicians for Human Rights www.phrusa.org
Digital Freedom Network www.dfn.org

Swiss-Tibetan-Friendship Association
International Tibet Support Network

www.2008-FreeTibet.org
World Uighur Congress www.uyghurcongress.org/
China Support Network - supporting Chinese Democracy sind 1989 www.chinasupport.net
Congressional-Executive Commission on China www.cecc.gov/index.php
Uyghur American Association (UAA) www.uyghuramerican.org
Ostasieninstitut der Fachhochschule Ludwigshafen, Rheinuferstr. 6
67061Ludwigshafen
Tel.: 0621-586670, Fax: 5866777
email: Rudolph@OAI.de
xiu cai - sju tsai
Monatszeitschrift: Einblicke in die Welt der Chinesen für die Freunde des Ostasieninstituts der FH Ludwigshafen
Herausgeber: Dr. Jörg-M.Rudolph
www.xiucai.oai.de
China plays Games with Human Rights www.games-of-beijing.org/web/frameset/frameset.php?EN&news
Das China-Zentrum e.V. www.china-zentrum.de
Longtai-Verlag Gießen (Dr. Wan-Hsuan Yao-Weyrauch) http://www.longtai.de
Memorial for the Victims of the Chinese Cultural Revolution www.chinese-memorial.org

Verleihung des IGFM-Medienpreises bei der Jahreshauptversammlung am 6. Mai 2006

Gegen Menschenrechtsverletzungen in China

IGFM ehrt Bernd Ziesemer, Edeltraud Rattenhuber und Phillip Eppelsheim für ihre China-Berichterstattung

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Medienpreis Menschenrechte der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wurde am 6. Mai 2006 an Journalisten und Autoren vergeben, die über die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China berichteten. Die Verleihung fand im Rahmen der IGFM-Jahreshauptversammlung in Königstein statt. Mit dem Medienpreis Menschenrechte ehrt die IGFM Journalisten und Autoren, die sich in hervorragender Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandergesetzt haben.

Erster Preis

"Das hässliche China"
von Bernd Ziesemer

Träger des ersten Preises ist Bernd Ziesemer, Chefredakteur des Handelsblattes für seinen Leitartikel "Das hässliche China." Ziesemer betonte in seiner Rede, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht automatisch mit Fortschritten im Bereich der Menschenrechte einhergingen und dass sich Unternehmer nicht zu Erfüllungsgehilfen von Menschenrechtsverletzern machen dürften.
Zweiter Preis

"China mauert im Internet"
von Edeltraud Rattenhuber

Edeltraut Rattenhuber von der Süddeutschen Zeitung erhielt mit dem Artikel "China mauert im Internet" den zweiten Preis.
Dritter Preis

"Kein Widerstand"
von Philip Eppelsheim

Den dritten Preis erhielt Phillip Eppelsheim mit seinem Artikel "Kein Widerstand, kein Selbstmord, keine Flucht" in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der chinesische Bürgerrechtler und ehemalige politische Häftling Wang Wanxing, den Eppelsheim für seinen Bericht über den Missbrauch der Psychiatrie interviewt hatte, war selbst nach Königstein gekommen und berichtete über seinen 13 Jahre langen Leidensweg in Psychiatrischer Haft.
Sonderpreis

"Gepeinigter Drache"
Rezension

Einen Sonderpreis erhielt Dr. Thomas Weyrauch für sein Buch „Gepeinigter Drache – Chinas Menschenrechte im Spätstadium der KP-Herrschaft“.
Weitere Sonderpreise erhielten Christoph Goldbeck vom WDR für seine Fernsehreportage über die Ausbeutung von Arbeitern, sowie die Zeitung "Neue Epoche" für ihre umfangreiche und regelmäßige aktuelle Berichterstattung über die Menschenrechtssituation in der VR China.
Reporter ohne Grenzen
Das Jahr 2006

China - Jahresbericht 2006

Original: http://www.rsf.org/article.php3?id_article=17349
Nicht-autorisierte Übersetzung

Angesichts wachsender sozialer Unruhen entschied sich die Regierung, eine Nachrichtensperre zu verhängen. Die Presse wurde zur Selbstzensur gezwungen, das Internet [von unliebsamen Inhalten] gesäubert und die ausländischen Medien werden auf Distanz gehalten.

Verhaftungen von Journalisten, insbesondere von chinesischen Mitarbeitern ausländischer Medien, gingen auch 2005 weiter. Ching Cheong, ein Reporter aus Hongkong, der für eine Tageszeitung in Singapur tätig war, wurde wegen „Spionage“ inhaftiert. Dem Mitarbeiter der New York Times und Gewinner des von Reporter-ohne-Grenzen/Frankreich vergebenen Preises der Pressefreiheit 2005, Zhao Yan, wird wegen „Weitergabe von Staatsgeheimnissen“ der Prozeß gemacht. In Tibet wurden fünf Mönche verhaftet, weil sie bei einer Untergrundzeitschrift mitgearbeitet hatten, und im muslimischen Xinjiang wurde der Herausgeber eines Literaturmagazins zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Am 1. Januar 2006 saßen im ganzen Land mindestens 32 Journalisten hinter Gittern.

Chinesische Redakteure bekommen jeden Tag von der Propagandaabteilung, die in „Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit“ umbenannt wurde, eine Liste mit verbotenen Themen wie Demonstrationen von Bauern, Arbeitslosen oder Tibetern. Nichts entgeht den Zensoren, die ein Klima von Angst in den Redaktionen verbreiten. Als die Armee im Dezember das Feuer auf Dorfbewohner eröffnete, wurden drakonische Maßnahmen ergriffen: Die Presse durfte ausschließlich die Berichte der offiziellen Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichen, ausländische Reporter wurden in der Region zu unerwünschten Personen erklärt, und aus dem Internet wurde jeglicher Hinweis auf dieses Dorf gestrichen.

In gleicher Weise wurde von der Regierung jegliche Meldung zum Tod des ehemaligen Premierministers Zhao Ziyang unterdrückt, der 1989 seines Amtes enthoben wurde, sein Name verschwand aus dem Fernsehen, den Diskussionsforen und Suchmaschinen. Im Dezember wurde der Presse untersagt, auch nur ein Wort über den Tod des im Exil lebenden Journalisten Liu Binyan, der auch als das „Gewissen Chinas“ tituliert wurde, zu berichten.

Mindestens 16 ausländische Journalisten wurden 2005 von der Polizei verhaftet, während sie heikle Themen recherchierten. China hat keine Zusicherung gegeben, den Journalisten vor den Olympischen Spielen 2008 die freie Ausübung ihrer Arbeit zu garantieren.

Fernsehen und Radio werden sogar einer noch schärferen Kontrolle unterworfen als die Printmedien. Die Propagandaabteilung belegte die Moderatoren des Fernsehsenders Guangdong TV mit Sanktionen, da sie sich angeblich zu viele Freiheiten herausgenommen hatten. Ausländische Kanäle sind den meisten Bürgern nicht zugänglich und werden zensiert, wenn sie über Menschenrechte, Taiwan oder die spirituelle Bewegung Falun Gong berichten.

Ein Zeitungsredakteur formulierte es so: Die Regierung erlaubt uns, „die Leute zu unterhalten und den Konsum zu fördern.“ Und genau in diese Bereiche dürfen ausländische Medienunternehmen investieren. China hat, entgegen seiner Versprechen beim Beitritt zur Welthandelsorganisation, niemals seinen Markt für ausländische Nachrichtenmedien geöffnet.

Journalisten in Hongkong können weiterhin ungehindert arbeiten, obwohl eine Meinungsumfrage ergab, daß fast die Hälfte der Bevölkerung glaubt, sie betrieben Selbstzensur. Die Behörden haben sich bislang als unfähig erwiesen, einen Mordversuch mittels einer Briefbombe am Herausgeber der Tageszeitung Ming Pao aufzuklären.