Ost-Turkestan


Hinrichtungen in einem Sportstadion
In Ost-Turkestan werden besonders viele unschuldige Menschen hingerichtet!

Verschiedene Beiträge zur Situation der Uighuren
15 Tote bei ‚Attentaten’ in China (Peter Müller, 2. August 2011)
Mehrere Tote bei Angriff auf Polizeistation in China (Peter Müller, 19. Juli 2011)
Einführung: Uiguren und Ostturkestan (von Ümit Hamit)
"Die wahre Geschichte des Aufstandes der Uighuren", von Rebiya Kadeer (7. Juli 2009)
Xinjiang: Düsteres Echo der Vorgehensweise Pekings in Tibet (7. Juli 2009)
Kurzbiographie von Frau Rebiya Kadeer
Die Länder Hochasiens erklären ihre Unabhängigkeit im US Kongress (22. September 2006)
Rebiya Kadeer - Zusammenfassung der drei Mitteilungen in pdf. mit Bild
Sohn einer ins Exil gegangenen uighurischen Dissidentin versteckt sich vor der Polizei (16. Mai 2005)
"Es wird um Ihre Kinder geschehen sein "China warnt uighurische Aktivistin vor ihrer Ausreise in die USA (28. März 2005)
Uighurische Gefangene freigelassen, Verzicht auf china-kritische Resolution (15. März 2005)
Is Europe Condemning Freedom in China - Speech of Mr. Erkin Alptekin,President of the World Uyghur Congress and former UNPO General Secretary:
China Sentences 50 to Death in 'War on Terror' (RFA)
New Uighur Leader Calls for Non-Violent Opposition to China (30 June 2004)
Unrepresented Nations and Peoples Organisation (UNPO): History of Eastern Turkestan
Aus "Buying the Dragon's Teeth" von Jamyang Norbu (Der Islam in China)
Rede von Marino Busdachin, Generalsekretär der UNPO, an den Ost-Turkestan Nationalkongreß in München
2. August 2011

15 Tote bei ‚Attentaten’ in China

Die Chinesische Nachrichtenagentur Xinhua muss derzeit Überstunden machen, um die Menschenrechtsverbrechen des kommunistischen Regimes in Xinjiang sprich Ost-Turkestan zu vertuschen. Vor zwei Wochen beim Hotan-Zwischenfall war es angeblich ein Angriff auf eine Polizeistation, gegen den sich die ‚Ordnungskräfte’ wehren mussten – um in Wirklichkeit friedliche Demonstranten zu ermorden.

Jetzt sind es schon ‚in Pakistan ausgebildete muslimische Terroristen’, die – ausgerechnet mit Messern - friedliche Passanten getötet haben sollen. Bitte, wer soll das glauben ?

Es braucht nicht die Korrekturen zuverlässiger Uighuren direkt aus diesen Gebieten um zu wissen, wer hier lügt. Abgesehen davon, daß staatliche Agenturen wie Xinhua für die Toten und Verletzten immer nur 10 % der tatsächlichen Zahlen nennen, weiß jeder Denkende, daß hier etwas nicht stimmt: Die Politik der Chinesischen Kommunisten in Ost-Turkestan, Tibet und der Mongolei ist fehlgeschlagen. Unterdrückung erzeugt Unfrieden.

Es ist diese unheilvolle Allianz ethnisch-chinesischer Eigenheiten und Kommunistischer Methoden, die Peking blendet. Das Politbüro sollte sich an Sun Tzu halten, der vor 2.500 Jahren den klugen Satz gesagt hat „Es ist besser, eine Nation bestehen zu lassen, als sie zu zerstören.“

Peter E. Müller 2. August 2011
Glück-Auf-Str. 12 a Tel/Fax 49-5109-645 88
D-30974 Bredenbeck IGFM-HongKongWatch@t-online.de

19. Juli 2011

Mehrere Tote bei Angriff auf Polizeistation in China

Eine schöne Meldung ? Gewisslich nicht. Eine richtige Meldung ? Gewisslich nicht. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist die gestrige Meldung der staatlichen Chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua frisiert. Es hat dort tatsächlich Tote gegeben. Und sie wurden auch von der Chinesischen Polizei erschossen, aber nicht beim Sturm auf eine Polizeistation. Vielmehr waren es friedliche Demonstranten die in einem Bazar der Unruhen vor 2 Jahren gedachten, als ihre Uighurischen Landsleute gegen Landwegnahme und Chinesische Verfolgung protestierten.

Kommunisten sind groß darin, die Wahrheit zu ihren Gunsten zu verdrehen. Chinesische Kommunisten ganz besonders. Sie leben und Handeln nach dem obersten Grundsatz ihres Feldherrn Sung Tzu, der lange vor Christi Geburt von seinen Untergeben verlangte; “Täuschung ist alles”. So verführen sie die Welt. Auch Deutschland ist längst darauf hereingefallen. Mal sind es deutsche Verbraucher, die Chinesische Waren kaufen, weil sie ‘so schön billig sind’ (Geiz ist geil) und so ihre eigenen Arbeitsplätze exportieren oder Chinesischen Tee trinken, der zu mehr als 60 % aus Straflagern stammt. Mal sind es Deutsche Autoexporteure.

Die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton hat als einzige westliche Politikerin den Mut, vor der Kolonialisierung Afrikas durch die Chinesen zu warnen. Diese Warnung gilt auch für Deutschland.

Peter E. Müller 19. Juli 2010
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Juli 2007

Kurzbiographie von Frau Rebiya Kadeer

Frau Rebiya Kadeer ist die bedeutendste uigurische Menchenrechtsaktivistin und Vertreterin ihres Volkes. Sie verbrachte fast sechs Jahre in einem chinesischen Gefängnis, weil sie gegen das autoritäre chinesische System aufstand. Die heute 60jährige Frau Kadeer ist Mutter von 11 Kindern – sie stammt aus bescheidenen Verhältnissen, fing mit einer Wäscherei an und wurde Millionärin. Vor ihrer Verhaftung durch die chinesischen Behörden 1999 war sie eine der bekanntesten uigurischen Geschäftsfrauen und die siebtreichste Unternehmerin in ganz China.

Frau Kadeer wurde am 11. August 1999 vom chinesischen Sicherheitsdienst festgenommen, als sie gerade auf dem Weg war, um mit einer Delegation des US-Kongresses zusammenzutreffen, welche sich ein Bild von der Lage in Ostturkestan (Xinjiang Uyghur Autonomous Region = XUAR) machen wollte. In einem Geheimprozeß wurde sie von China unter der Anklage der Weitergabe von „Staatsgeheimnissen“ an die USA zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Am 1. März 2005 wurde sie auf anhaltenden internationalen Druck hin, vor allem aus Washington, aus medizinischen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen und in die USA abgeschoben.

Frau Kadeer hat sich seit ihrer Freilassung aktiv für die Menschenrechte des uigurischen Volkes eingesetzt. Sie sprach mit US-Regierungsvertretern über die Art und Weise, wie sie im Gefängnis behandelt wurde. Sie berichtete vor dem US-Kongreß über die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen in Ostturkestan, wie etwa über die zahlreichen Hinrichtungen politischer und religiöser Gefangener, die Diskriminierung von Uiguren bei Bildung und Beschäftigung und die forcierte Eliminierung der uigurischen Sprache und Kultur. Seit ihrer Freilassung unternahm sie häufige Reisen in Länder der Europäischen Union und unterrichtete Regierungsvertreter über die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen in Ostturkestan. Vergangenen Monat [am 5. Juni 2007] traf Frau Kadeer in Prag mit Präsident Bush zusammen, der sie für ihren Einsatz für die Menschenrechte des uigurischen Volks sehr lobte.

Frau Kadeer ist Gründerin und war Präsidentin der International Uyghur Human Rights and Democracy Foundation, Washington, DC. Im Mai 2006 wurde sie zur Präsidentin der Uyghur American Association gewählt, und weiterhin zur Vorsitzenden des Welt-Uiguren-Kongresses in Deutschland. Uigurische Volksangehörige in den USA und vielen anderen Ländern der Erde stehen geschlossen hinter ihr und unterstützen sie in ihrem Bemühen, die schreckliche Situation der Uiguren in Ostturkestan, denen die grundlegenden Menscherechte verweigert werden, zu verändern. Trotz aller Versuche der chinesischen Regierung, sie zu dämonisieren und in Verruf zu bringen, wird sie von den Uiguren als die prominenteste Führerin ihres Volkes betrachtet und die „Mutter der Uiguren“ genannt.

In Anerkennung ihres Einsatzes für Menschenrechte und die von ihr gebrachten Opfer verlieh Human Rights Watch im Jahr 2000 Frau Kadeer die höchste Menschenrechtsauszeichnung für ihre Arbeit für das uigurische Volk. 2004 ehrte die norwegische Rafto Foundation sie mit dem Rafto Preis. Drei Jahre in Folge, 2005, 2006 und 2007, wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert. Doch als Vergeltung für ihre Menschenrechtsaktivitäten im Exil warf China zwei Söhne Frau Rebiya Kadeers ins Gefängnis und läßt ihre gesamte in China lebende Familie  streng überwachen. Die chinesische Regierung fror auch ihre finanziellen Vermögenswerte ein und konfiszierte ihre Besitztümer. Dennoch, trotz derartiger Verfolgung von offizieller Seite, kämpft Frau Kadeer ohne Unterlaß tapfer weiter für die Grundrechte des uigurischen Volkes in Ostturkestan.

Einührung
Juni 2007

Uiguren und Ostturkestan

Im Nordwesten der VR China liegt das mit 1,66 Millionen km2 im Vergleich zu Deutschland fast fünfmal so große Ostturkestan („Autonome Region Xinjiang“ (Sinkiang)). Von der offiziell 19 Millionen Menschen umfassenden Bevölkerung sind 50% zugewanderte Han-Chinesen. Die einheimische Bevölkerung sind zu über 90% Uiguren, die zur Gemeinschaft der Turkvölker gehören.

Die uigurische Kultur ist sehr alt und von der chinesischen unabhängig. 1933 gab es kürzer als für ein Jahr einen Staat Ostturkestan. Und zum zweiten Mal 1944-49, bis die VR China mit Stalins Zustimmung das Gebiet annektierte. Wie in Tibet und der Inneren Mongolei wird die kommunistische Staatsdoktrin gewaltsam durchgesetzt und die Region durch ethnische Majorisierung systematisch sinisiert. Während Tibet – auch wegen des Dalai Lama – eine gewisse internationale Beachtung findet, bleibt die Lage Ostturkestans weitgehend unbekannt.

Bei einem Besuch im Juli 1998 in Ostturkestan forderte Staatspräsident Jiang Zemin, alle religiösen Aktivitäten in der gesamten Provinz Xinjiang zu verbieten.  Religion ist nur unter staatlicher Kontrolle erlaubt.  Leitende Positionen in Staat und Wirtschaft bleiben denen verschlossen, die öffentlich ein religiöses Bekenntnis äußern, wozu bereits der Besuch einer Moschee gehört.

Dabei ist Ostturkestan die Region mit den meisten politischen Todesurteilen und einem ausgedehnten Straflagersystem. In der Region Lopnor wurden fast 50 Atomversuche unternommen mit bis heute sichtbaren Schäden bei der Bevölkerung.

85% der Uiguren sind Bauern, fast 80% leben unterhalb der Armutsgrenze mit einem Einkommen von 150 $ pro Jahr. Dabei ist das Land reich an Bodenschätzen wie Erdöl, Kohle, Gas, Gold, Uran, Kupfer, Platin.

Die chinesische Regierung betreibt eine systematische Assimilationspolitik am uigurischen Volk. Chinesisch ist Amtssprache. Offiziell gilt die Zwei-Kind-Politik für nationale Minderheiten, in der Praxis bedeutet ein zweites Kind oft schon die Entlassung.  Auch wurden zur Senkung der Geburtenzahlen Zwangsabtreibungen sowie Zwangssterilisationen durchgeführt. Für diesen Zweck wurden sogar mobile „Kliniken“ eingerichtet in denen Abtreibungen auch auf dem Land durchgeführt werden. 

Über 10.000 junge uigurische Mädchen von 14 bis 18 Jahren aus Bauernfamilien wurden zwangsweise in das Innere Chinas verbracht, bestenfalls zu echter Arbeit zu Minimallöhnen, aber vielfach auch zu zweifelhafter „Arbeit“ in der Vergnügungsindustrie.

Trotz allgemeiner Schulpflicht in der VR China können viele Kinder in Ostturkestan die Schule nicht besuchen. Viele Kinder müssen in der Landwirtschaft mithelfen, ferner können sich sehr viele Familien die Ausgaben für den Schulbesuch nicht leisten.  Außerdem sehen die Eltern oft keine Perspektive, die einen weiteren Schulbesuch rechtfertigen würde, weil Uiguren ohnehin kaum Arbeit finden. Diese bleibt vorwiegend Chinesen vorbehalten.

m Jahr 2007 jährte sich das Massaker von Gulja zum zehnten Mal. Der Hintergrund ist für das ausrichtende Land der Olympischen Spiele 2008 bemerkenswert. Eine Gruppe junger Uiguren in der Stadt Gulja versammelte sich öfters für Sport- und Freizeitaktivitäten.  Ihr Fehler: Das war nicht staatlich organisiert und wurde als „Gefahr“ für die innere Sicherheit gesehen und verboten. Dagegen demonstrierten die Jugendlichen. Polizei und Geheimdienst erschossen über 10 Demonstranten, Hunderte wurden inhaftiert. Insgesamt sind über 6.000 jugendliche Uiguren mit Bezug auf diese Unruhen ins Gefängnis gekommen. Es gab Hunderte von Todesurteilen, viele verschwanden spurlos. Bis zum heutigen Tag sitzen noch Tausende im Gefängnis. Die Ereignisse haben eine Fluchtbewegung ausgelöst.

Um sich der uigurischen Flüchtlinge und Oppositionellen auch im Ausland zu bemächtigen, wurden mit Nachbarstaaten Abkommen über "Zusammenarbeit bei der Terrorbekämpfung, Bekämpfung des Separatismus und Extremismus" abgeschlossen. Folge: Uigurische Flüchtlinge werden ausgeliefert und in der VR China inhaftiert oder sogar hingerichtet.

Einige der in Guantanamo internierten Uiguren sind als unverdächtig freigekommen, wurden aber wegen zu erwartender unfairer Behandlung nicht der VR China ausgeliefert. Fünf davon hat Albanien befristet aufgenommen (nachdem sie kein anderer Staat haben wollte), sie sind aber permanent von Abschiebung bedroht. 

Nach dem 11. September 2001 hat die VR China teilweise mit Erfolg versucht, die Politik der Unterdrückung der muslimischen Uiguren mit dem „Kampf gegen den Terrorismus“ zu begründen. Terrorist nach chinesischer Auslegung ist z.B. jeder, der im Sinne des Selbstbestimmungsrechts der Völker auf friedlichem Wege die Unabhängigkeit anstrebt oder auch nur eine Volksabstimmung zum Verbleib Ostturkestans in der Volksrepublik propagiert. Terroristisch sind auch alle Informationen, die nicht der offiziellen Lesart entsprechen. So wurde das in München ansässige Ostturkestan-Informationszentrum (www.uygur.org) als terroristische Unternehmung bezeichnet, was aber die deutschen Behörden zurückwiesen.

Das Schicksal von Frau Rebiya Kadeer, die jetzt die Vorsitzende des „Weltkongresses der Uiguren“ ist, wird jetzt durch ihr Buch „Die Himmelsstürmerin“ noch mehr bekannt. Ihr anfängliches „Vergehen“ bestand in der Weitergabe öffentlich zugänglicher Zeitungen an amerikanische Abgeordnete: Urteil zu 8 Jahren Gefängnis.

Seit März 2005 lebt sie mit ihrem Mann und sechs ihrer elf Kinder im amerikanischen Exil. Zum dritten Mal ist sie in diesem Jahr für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.

Ihre Zusammenarbeit mit den uigurischen Exil-Organisationen wird von chinesischer Seite als „Kollaboration mit dem Terrorismus“ gewertet. Sie sammelt Beweise, um die Verantwortlichen für willkürliche Verhaftungen und Exekutionen in ihrer Heimat vor ein UN-Tribunal zu bringen. Sie setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht und einen unabhängigen Staat der Uiguren ein.

von Ümit Hamit,
Vorsitzender des Uigurischen Forum e.V.

RFA
September 14, 2004

China Sentences 50 to Death in 'War on Terror'

HONG KONG, September 13 - Authorities in China's north-western Muslim region of Xinjiang have sentenced more than 50 people to death this year in what government officials say is a war on terrorism.

"Due to the fact that the activities of international terrorist forces are rampant, we believe our fight against the crime of violent terrorists will continue for a long time to come," Xinjiang Communist Party leader Wang Lequan told reporters visiting the region.

Prior to the war in Iraq, which it opposed, Beijing backed the U.S.-led war on terror, using its momentum to call for international support for its campaign against Uyghur separatists, whom it has branded terrorists.

Conflicting claims

China says Uyghurs seeking an independent Islamic state have killed 162 people and injured 440 others.

But human rights groups say Beijing is using the threat of terrorism as an excuse to perpetrate further human rights violations against those involved in a peaceful campaign for an independent Uyghur state, which exiled groups call East Turkestan.

"Over the last three years, Uyghur nationalists who would formerly have been branded as 'separatists' have increasingly been labelled 'terrorists,'" Amnesty International said in a report last month on China's "War on Terror."

The government had cracked 22 groups involved in separatist and terrorist activities and meted out the 50 death sentences in the first eight months of the year, Wang said. But none of those sentenced to death had yet been executed, Wang said without explaining.

"Our efforts will exist as long as there are terrorist crimes," Wang said.

Unique customs

Uyghurs constitute a distinct, Turkic-speaking, Muslim minority in north-western China and Central Asia. They declared a short-lived East Turkestan Republic in Xinjiang in the late 1940s but have remained under Beijing's control since 1949.

According to a Chinese Government white paper, in 1998 Xinjiang comprised 8 million Uyghurs, 2.5 million other ethnic minorities, and 6.4 million Han Chinese-up from 300,000 Han in 1949. Most Uyghurs are poor farmers, and at least 25 percent are illiterate.

Anti-terror exercises in Tibet

Meanwhile, People Liberation Army troops staged anti-terrorism maneuvers in the Himalayan region of Tibet, where Chinese authorities are also quick to snuff out calls for independence.

"A day after the third anniversary of the Sept. 11 terrorist attacks on the United States, the Tibet Autonomous Region in southwest China held anti-terrorist manoeuvres Sunday morning in its capital of Lhasa," the official Xinhua news agency reported.

The local garrison of the People's Liberation Army, armed police, public security police, and militia took part in the joint manoeuvres, which lasted about three hours and covered anti- hijacking, anti-explosion, anti-biochemical weapons and seizure of terrorists, it said.

"The anti-terrorist manoeuvres, in the context of increased terrorist acts around the world, were staged to check the region's responsive mechanism in case of terror attacks," Xinhua said.

Erkin Alptekin's Message in Washington

New Uighur Leader Calls for Non-Violent Opposition to China

Politinfo.com, June 30, 2004 Washington

A new Uighur exile leader says he hopes his message of non-violent resistance to Chinese rule in his homeland, in the far northwestern Chinese region of Xinjiang, will unite his fellow Uighurs, both inside and outside the country. His message contrasts with another international image that has gained prominence in recent years of China's Muslim Uighurs as prone to violence.

Erkin Alptekin

In April, Uighur delegates from 13 different countries attended a meeting in Germany. As a result, two groups merged to form the World Uighur Congress to champion non-violence as a way to deal with the Chinese government.

Louisa Coan Greve, senior Asia program officer at the National Endowment for Democracy, praised the move. "The ability of the groups to come together in Munich for the creation of the World Uighur Congress, I think, should be taken seriously," she said. "Obviously, it's [in its] early days yet, but I think it's a great accomplishment."

Uighurs call their homeland Eastern Turkestan, which is better known as the Chinese region of Xinjiang. About eight million live inside China, with about one million ethnic Uighurs living mostly in Central Asia, Saudi Arabia, Europe and the United States.

Uighurs differ in the strength of their calls for Eastern Turkestan's independence, but at a minimum, they all accuse the Chinese government of gross human rights abuses and harsh discrimination.

To draw attention to their plight, Ms. Greve says the Uighurs, after decades of relative obscurity, are trying to learn from another Chinese minority group that has been successful in attracting international support for its peaceful campaign, the Tibetans.

"In some ways, it's true that the Uighurs are looking very much to the Tibetan peoples' international lobbying on behalf of the welfare and autonomy for the Tibetan people as a model," she explained. "So, for sure, they need to have allies around the world before they can expect the Chinese government to deal directly with them."

The Tibetans have the Dalai Lama, the central religious figure who unifies Tibetans inside and outside of China. Up until recently, this was one advantage the Uighurs lacked.

"Erkin Alptekin is widely touted as the next possible or only hope for a Uighur Dalai Lama. And he's certainly probably the best candidate out there for such a position," said University of Hawaii professor Dru Gladney.

Erkin, 66, is the son of Isa Yusuf Alptekin, who was the elected leader of a short-lived Uighur government in the 1940's, under the Chinese Nationalists.

"And [Isa Yusuf] Alptekin became a famous scholar of Uighur history, an activist," he added. "There's a park named after him in downtown Istanbul, next to Sultan Ahmet, the great mosque. There are over 160 streets and monuments [around the world] named after Alptekin. So, in the Turkic-speaking world, it's a very, very important name, and widely known."

Erkin Alptekin has an extensive international resume in his own right. He was 10-years-old when his family fled from China to Turkey in 1949, after the Chinese Communists won the civil war. He moved to Germany in 1970 to work for Radio Liberty. He later was a founder and secretary-general of the Hague-based Unrepresented Nations and Peoples Organization, which has been referred to as a shadow United Nations for stateless populations.

In a recent interview during a visit to Washington, Mr. Alptekin rejected comparisons to the Dalai Lama, stressing that he is not a religious figure.

"I am a lobbyist," he explained. "I happen to lobby for the cause for the last 35 years. My father happened to lobby the cause for the last 70 years. So, the Alptekin name is quite known among the [Uighur] countrymen. And they thought that the name, Alptekin, could be a unifying name."

In the 1990's, following an uprising against Chinese rule and several bombings, the Uighurs gained what Mr. Alptekin says is an unfair international reputation for violence. The Chinese government further increased this one-sided reputation following the September 11 terrorist attacks in the United States, by accusing the Muslim Uighurs of terrorism.

Meanwhile, American forces captured Uighurs in Afghanistan, and incarcerated more than 20 of them at Guantanamo Bay. Also, the U.S. government has placed one Uighur group, the Eastern Turkestan Independence Movement, on its list of terrorist organizations.

Mr. Alptekin says reports of Uighur links to terrorism are exaggerated. He says many Uighurs who went to Afghanistan in 1980 to fight against the then Soviet Union stayed there.

He acknowleges some fought for the Taleban, but he says some also fought for the Northern Alliance. He insists there are no Uighur ties to al-Qaida. "They had nothing to do against the United States. They have no intention against any western countries," he said.

Mr. Alptekin also stresses that only a small radical fringe of frustrated and hopeless Uighurs resort to violence to get the world to notice them. "As a result of the international community's disinterest, most of these people are [resorting] to violence and leaving the path of non-violent conflict to draw attention," he added. "The international community only reacts when conflict is there."

Mr. Alptekin says the Chinese government can either continue a hostile confrontation with the Uighurs in Xinjiang or try to figure out a peaceful way to resolve the problems there.

What he thinks his fellow Uighurs would want, he adds, is more self-rule, improved living standards, and less economic and social discrimination.

UNPO: Geschichte und Kultur
www.unpo.org

History and Culture

The Uyghurs are the native people of Eastern Turkestan, also known as Xinjiang or Xinjiang-Uyghur Autonomous Region. The name "Uyghur" is mentioned in the chronicles of the Han Dynasty (206 B.C. - 220 A.D.), Wei Dynasty (265-289 A.D.), Tang Dynasty (618-906 A.D.), and Sung Dynasty (906-960).

The Uyghurs established their first true state in 744, with the city of Karabalgasun, on the banks of the Orkhun River, as its capital. The founder of this Uyghur state was Kutluk Bilge Kul Khagan (King or Ruler). In 747, he was succeeded by his son Moyunchur, a powerful leader who subdued other Turkic clans, consolidated the monarchy, and extended his rule in the north to Lake Baikal, in the east to Gansu and in the southwest to India. After several conflicts and rebellions in the past, the Kyrgyz attacked the tottering state in 840, killed the Khagan, and took the capital.

This first part of Uyghur political history shows the Uyghurs as the protectors of the Chinese empire for almost a century. On the other hand, the relationship was not really a friendly one. There was abiding resentment on the Chinese side. The reason was that the Middle Kingdom was obliged to be protected by a "barbarian" people. The Uyghurs, for their part, never gave the Chinese the respect which the latter would have liked. After the fall of the first Uyghur empire, a group of Uyghurs emigrated to the west banks of the Yellow River in Kansu (Gansu); a second group emigrated via Yetti Su to the Southern part of Khan Tengri or Tianshan in Eastern Turkestan; the third and the largest group emigrated to the northern part of Khan Tengri where their ancestors are still living.

The Kanchou (Ganzhou) Uyghur Kingdom:
The Kanchou (Ganzhou) Uyghur Kingdom, which was established in today's Kansu province of China, in 850, never became a major power, but the Chinese had great respect for it as seen from the Chinese court praise Kanchou (Ganzhou) Uyghur King when an Uyghur and a Tibetan ambassador visited the Chinese capital in 911. Nevertheless, this kingdom was absorbed in 1228 by the Tankuts who established a state in the area known as Western Hsia.

The Karakhoja Uygur Kingdom:
The Uyghurs living in the northern part of Khan Tengri (Tianshan Mountains) in Eastern Turkestan established the Karakhoja Uyghur Kingdom (Qocho) near the present day city of Turfan (Turpan), in 846. The Chinese recognized this kingdom and sent Wang Yen (Yan) De in 981 to Karakhoja as their ambassador. Wang Yen (Yan) De stayed in Karakhoja for three years.

The Karakhanid Uyghur Kingdom:
The Uyghurs living in the southern part of Khan Tengri, established the Karakhanid Uyghur Kingdom in 840 with the support of other Turkic clans like the Karluks, Turgish and the Basmils, with Kashgar as its capital.
In 934, during the rule of Satuk Bughra Khan, the Karakhanids embraced Islam. Thus, in the territory of Eastern Turkestan two Uyghur kingdoms were set up: the Karakhanid, who were Muslims, and the Karakhojas, who were Buddhists. In 1397 this Islamic and Buddhist Uyghur Kingdoms merged into one state and maintained their independence until 1759.

The Manchus who set up a huge empire in China, invaded the Uyghur Kingdom of Eastern Turkestan in 1759 and dominated it until 1862. During this period the Uyghurs revolted 42 times against the Manchu rule with the purpose of regaining their independence. In the last revolt of 1863, the Uyghurs were successful in expelling the Manchus from their motherland, and founded an independent kingdom in 1864. The kingdom was recognized by the Ottoman Empire, Tsarist Russia, and Great Britain. But for fear of Tsarist expansion into Eastern Turkestan, Great Britain persuaded the Manchu court to conquer Eastern Turkestan. The money for the Manchu invasion was granted by the British Banks.

Large forces under the overall command of General Zho Zhung Tang attacked Eastern Turkestan in 1876. After this invasion, Eastern Turkestan was given the name Xinjiang which means "new territory" or "New Dominion" and in 1884 it was annexed into the territory of the Manchu empire. In 1911, the Nationalist Chinese, overthrew Manchu rule and established a republic.

The Uyghurs, who also wanted to free themselves from foreign domination, staged several uprisings against the nationalist Chinese rule during this period. Twice, in 1933 and 1944, the Uyghurs were successful in setting up an independent Eastern Turkestan Republic. But these independent republics were overthrown by the military intervention and political intrigues of the Soviet Union. It was in fact the Soviet Union that proved deterrent to the Uyghur independence movement during this period. In 1949 Nationalist Chinese were defeated by the Chinese Communists. After that, Uyghurs fell under Chinese Communist rule.

Since East Turkestan is under Chinese control, the Chinese Administration discriminate the Uyghurs in all walks of life. The Uyghurs have no public representation in their own country. They will be discriminate in employment, population growth, health care, education, literature and economy by the Chinese.

Culture and Language

Der Dalai Lama mit Exil-Uighuren 1999
Uighuren demonstrieren gegen die Besetzung ihrer Heimat durch China

The main languages in Eastern Turkestan are Uyghur and Chinese.

At the end of the 19th and the first few decades of the 20th century, scientific and archaeological expeditions to the region along the Silk Road in Eastern Turkestan led to the discovery of numerous Uyghur cave temples, monastery ruins, wall paintings, statues, frescoes, valuable manuscripts, documents and books. The manuscripts, documents and the books discovered in Eastern Turkestan proved that the Uyghurs had a very high degree of civilisation.

The first Uyghur literary works were mostly translations of Buddhist and Manicheist religious books. Besides, during the expeditions some narrative, poetic, and epic works were also discovered. Some of these books have been translated into German, English, Russian, and Turkish. After embracing Islam, Uyghurs continued to preserve their culture dominance in Central Asia.

The Uyghurs embraced Islam in 934, during the reign of Satuk Bughra Khan. He was the first Turkic ruler who embraced Islam in Central Asia. At this time, instead of temples, mosques were built. Almost 300 mosques were built only in the city of Kashgar . Among them, most famous are the Azna Mosque, built in the 12th century, Idgah Mosque built in the 15h century, and Appak Khoja Mosque, built in the 18th century.

In the city of Kashgar alone there were 18 big Madrasas (mosque schools), and up to two-thousand students enrolled in these schools in any given year. these schools were one of the important facilities not only for teaching the Uyghur children reading, writing, and subjects Islamic in nature, but also such familiar subjects as mantik (logic), arithmatik (arithmetic), hendese (geometry), hai'a (ethics), astronomiye (astronomy), tibb (medicine), and falaha (agriculture). The Mesudi Library built in the 15th century, had a collection of almost 200,000 books.

Economy:
The Uyghurs adopted a sedentary life style earlier that the other Turkic peoples. Thus, the Uyghurs knew how to cultivate land as early as 2nd century A.D. The Uyghurs were engaged in a much more advanced agriculture by the 7th century. They raised wheat, maize, corn millet, potatoes, sesame, sugarbeet, peanuts, peaches, grapes, melons and cotton. The fields were irrigated with water brought from far distances by the "kariz" (water canals) built by the Uyghurs. These "kariz" are still in use today around the city of Turfan(Turpan) today.

Cotton was one of the principle local products of commercial value. Cotton and products manufactured from cotton contributed to the prosperity of the region. Another product of commercial value was carpets. The cities of Hoten, Kashgar, and Turfan(Turpan) were carpet manufacturing centres. Natural resources of the area are uranium, platinum, gold, silver, iron, lead, copper, sulphur, tin, mica, emeralds, coal, natural gas and petroleum.

Environmental problems:
Despite the fierce protests of the Uyghurs, the Chinese Communist leaders continue to order nuclear testing at Lop Nor in Eastern Turkestan that has for three decades produced ecological disaster endangering human life, polluting drinking water and food supplies and affecting millions of animals. According to a report released by the Registry of the Peoples Hospital of Urumchi in 1993, the rate of fatal cancer was at least 70 per day out of an average 1,500 daily sick visits in this hospital.

Organizations:
Eastern Turkestan is represented in the UNPO through Eastern Turkestan National Congress which is based in Munich, Germany.

Jamyang Norbu
"Buying The Dragon's Teeth

Der Islam in China

Bei vorliegendem Text handelt es sich um einen Auszug aus dem in Kürze erscheinenden Buch
"Buying The Dragon's Teeth von Jamyang Norbu

"Wie Ihr Geld zur Aufrechterhaltung eines gefährlichen autoritären Regimes in China beiträgt und auf diese Weise Arbeitsplätze, Industriebetriebe und die Freiheit in Ihrem eigenen Land untergräbt".

Die Zahl der Muslime in China wird auf 17 Millionen angesetzt, ihre tatsächliche Anzahl liegt jedoch vermutlich um 50% darüber. Mit etwa 8,6 Millionen sind die Hui, die auch ethnisch und linguistisch gesehen Chinesen sind, die größte offiziell anerkannte muslimische Gruppierung. Gemeinden der Hui-Minderheit findet man überall in China, denn sie haben kein traditionelles Siedlungsgebiet.

Die Uiguren sind die wichtigste Gruppe unter den turk-stämmigen Muslimen. Mit mehr als 7,2 Millionen bilden sie die vorherrschende Bevölkerungsgruppe in Xinjiang, das eine Gesamtbevölkerung von ungefähr 15 Millionen hat. Die Beziehungen der Hui und der Turk-Muslime zu den Han-Chinesen sind unterschiedlich, auch sind die beiden Volksgruppen keine natürlichen Verbündeten. Erstere werden häufig als "chinesische Muslime" bezeichnet und stehen dem Mainstream der breiten chinesischen Bevölkerung kulturell näher. Die Hui besitzen keine eigentliche Verbindung zu den turk-stämmigen islamischen Gruppen, sie übten in der Vergangenheit jedoch häufig eine gewisse Brückenfunktion zwischen diesen und Peking aus. Trotzdem haben auch die Hui unter der Diskriminierung durch die Han-Chinesen zu leiden, und bei zahlreichen Gelegenheiten haben sie ihr Verlangen nach größerer kultureller und religiöser Freiheit zum Ausdruck gebracht.

In Xinjiang ist der Islam untrennbar mit der dortigen kulturellen und nationalen Identität verbunden, worin die Chinesen eine besondere Bedrohung ihres Herrschaftsanspruchs sehen. Deshalb wurden Moscheen und religiöse Schulen, die als Brutstätten der Regierungsfeindlichkeit gelten, regelmäßig geschlossen und religiöse Aktivisten inhaftiert und schikaniert. Während der Kulturrevolution (1966-1976) wurden in Xinjiang, wie auch überall sonst in China, viele Moscheen zerstört oder geschlossen, altehrwürdige religiöse Stätten entweiht und die geistlichen Würdenträger inhaftiert oder exekutiert. In den achtziger Jahren besserte sich die Lage etwas. Nach Dr. Paul George, einem kanadischen Forscher auf dem Gebiet der internationalen Sicherheit und Entwicklung, "wurden Moscheen neu erbaut oder wieder eröffnet, auch wurde ein gewisser Austausch zwischen den chinesischen Muslimen und den islamischen Gesellschaften außerhalb Chinas gestattet. Der Anteil von chinesischen Muslimen an den jährlichen Hadsch-Wallfahrten nach Mekka wuchs ab Mitte der 80er Jahre stetig, was dazu führte, daß viele gewöhnliche Leute sich mit dem internationalen islamischen Gedankengut und den politischen Entwicklungen auseinandersetzen konnten. Gleichzeitig wurde ausländischen Muslimen der Besuch von islamischen Stätten in China erlaubt; was die Aufmerksamkeit für die weltweite muslimische Glaubensgemeinschaft erhöhte" .

In den frühen 90er Jahren wurden jedoch die Mittel für den Bau und die Renovierung von Moscheen erheblich gekürzt, die öffentliche Übertragung von Predigten außerhalb von Moscheen wurde ebenso verboten wie der Religionsunterricht, religiöses Material durfte nur noch vom staatlichen Amt für Religionsangelegenheiten veröffentlicht werden, religiöse Aktivisten wurden aus staatlichen Stellen entfernt und die Hadsch-Pilgerfahrten wurden streng kontrolliert, wobei die Teilnehmer über 50 Jahre alt sein mußten.

Die alte arabische Schrift, die in dieser Region mehr als tausend Jahre lang verwendet war, wurde jetzt von der chinesischen abgelöst. Tausende traditioneller historischer Bücher wurden vernichtet. Mitglieder der Uyghur American Association bezeugten vor der China-Kommission des US-Kongresses, daß an der Universität Xinjiang selbst der Gebrauch der uigurischen Sprache untersagt wurde .

Die ersten ernsthaften Ausbrüche von Gewalt gegenüber den chinesischen Behörden sind auf die Einführung dieser restriktiven Maßnahmen zurückzuführen und spiegeln Wut und Frustration der uigurischen Volksgemeinschaft über Pekings Wendung um hundertachtzig Grad bei der Gewährung größerer religiöser Freiheit wider.

"Zwar sind sich die Muslime von Xinjiang in den letzten Jahren ihrer ethnischen und religiösen Wurzeln immer mehr bewußt geworden, doch kann dies nicht mit den Anfängen eines islamischen Fundamentalismus gleichgesetzt werden", meint Dr. Paul George. "Abgesehen von wenigen Ausnahmen kann man die Uiguren überhaupt nicht als Fundamentalisten bezeichnen. Eine organisierte, tödliche Kombination von Religion und Gewalt, die in der islamischen Welt von Algerien bis Afghanistan zu beobachten ist, ist in Xinjiang bis jetzt noch nicht in Erscheinung getreten "

Man weiß von einigen wenigen Muslimen aus Xinjinag, die mit den Mujaheddin in Afghanistan und später auch mit den Taliban gekämpft haben. Doch beteuern die uigurischen Volksführer im Exil, daß es sich bei der East Turkestan Islamic Movement (Islamische Bewegung von Ostturkestan), die von den Vereinigten Staaten unlängst der Liste der terroristischen Organisationen hinzugefügt wurde, um eine obskure Gruppierung handle, von der die meisten Uiguren gar nichts wissen. Die weltweiten politischen Auswirkungen dieser Entscheidung auf die uigurische Freiheitsbewegung und auch auf die (sich ständig verschlechternde) Menschenrechtssituation in Ostturkestan sind katastrophal. Der Sprecher der Uighur Information Agency in Washington D.C. erklärte, auf diese Weise würde "Chinas aggressives Vorgehen gegen jedwede Form des Protestes von Uiguren, egal, wie gewaltlos und friedlich dieser auch sein möge, legitimiert".

16. April 2004

Speech by Marino Busdachin, UNPO General Secretary, before the United General Assembly of the East Turkestan National Congress, Munich

Ansprache vom UNPO Generalsekretär
www.unpo.org

Mr. President,
Distinguished Delegates;

I am honored to be here and grateful to have the opportunity to address you during today’s important Assembly on behalf of the Unrepresented Nations and Peoples Organization. I convey to you the salutation of the 55 Members of the UNPO who represent over 150 million peoples around the world.

First of all, on behalf of the UNPO, I would like to commend and thank one of the most distinctive and remarkable Uyghurs, Mr. Erkin Alpetkin, who lead the UNPO during the most critical and difficult moments in the history of the organization. I also extend my gratitude to the President of the East Turkestan National Congress, Mr. Enver Can for his strong support of the UNPO.

The continuous campaign of the Chinese government to crack down on peaceful Uyghur dissent and the continuous violations of human rights in Eastern Turkestan causing innumerable tragic incidents, consolidates the UNPO to commit to its full support of the Uyghur people in its struggle for Freedom, Democracy and the Right to Self-determination.

In the past decades, our world has witnessed a growth and welcoming commitment to democracy. We have seen a steady trend moving towards the establishment of democratic forms of government. Today, from Latin America to Africa, and from Europe to Asia, in comparison to ever before, democracy is a worldwide accepted and practiced principle.

I sincerely believe that democracy these days must be considered a fundamental human right as stated by the United Nations Secretary-General, Kofi Annan, in his report on the “ Implementation of the United Nations Millennium Declaration”. In his report he states, and I quote, “ Democracy and Human Rights, though distinct concepts, are closely interlinked.

As I am convinced that religion - all religions - and democracy are compatible, I believe that Islam and democracy are compatible, even if history throughout the ages and across the world warns us that problems arise whenever religion is used in a manipulative manner to achieve political goals.

I want to underline the importance of the struggle of the East Turkestan people and its exercising the right to dissent, to implement their Right to Self-determination, their Right for Freedom of Religion and their Right to Democracy.

The International Community should be grateful to the Uyghurs, on the fact that the Uyghur set an example for all suppressed people in the world and should not allow the Chinese government to renew attempts to silence the voices of Uyghur activists abroad by branding their political activities as “terrorism”.

UNPO strongly pleads to the International Community to reject the requests of the Government of China to extradite Uyghur activists, even if requests are substantiated. The risk of torture and execution faced by Uyghur supporters of the Right to Self-determination in China is a clear motive to not force Uyghurs to return.

On behalf of UNPO I fully assure you the commitment of the UNPO to address these important issues to the United Nations, international organizations, the European Union and the International Community.

I also assure you that UNPO will put effort into effectively operating at the international level to influence the Chinese government with main aim the respect of elementary human rights of the Uyghur people, including its right to Self-determination and democracy.

Finally I want to underline the importance of dialogue, a dialogue of the Uyghur representatives and the Chinese authorities to decrease the rising tension in Eastern Turkestan, which currently has an adverse effect on the process for better understanding and peaceful coexistence between the Uyghurs and the Chinese.

Mr. President,
Distinguished delegates;

As I look around, observing all, I feel great admiration for your dedication and devotion, the fact that you share your thoughts, here, today and this weekend, spend time and give your all. I am more than aware of the importance of your Assembly and wish you all the strength to reach your set goals.

I thank you.

19. Dezember 2003

Menschenrechtler fordern: China darf umstrittene Anti-Terror-Kriegsführung nicht auf Deutschland ausweiten

Presseerklärung GfbV

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEERKLÄRUNG Göttingen/München/Nürnberg, den 19.12.2003

Die Bundesregierung darf nicht zulassen, dass China seine umstrittene Anti-Terror-Kriegsführung auf Deutschland ausdehnt. Das haben die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und der Nationalkongress Ostturkistans am Freitag in Schreiben an Bundesinnenminister Otto Schily gefordert. Wer Uiguren, die sich für die Erhaltung ihrer Kultur und Religion einsetzen oder die unter Lebensgefahr Berichte über Menschenrechtsverletzungen außer Landes brächten, als Terroristen kriminalisiere, missachte grundlegende Menschenrechte und heize bewusst den Konflikt zwischen Uiguren und der chinesischen Führung an, erklärte der GfbV-Asienexperte Ulrich Delius in Göttingen. Der Vorsitzende des Nationalkongresses Ostturkistans, Enver Can (München), appellierte an Schily, an den Werten eines demokratischen europäischen Landes festzuhalten und uigurischen Flüchtlingen weiterhin Schutz vor Verfolgung durch chinesische Behörden zu gewähren.

Das chinesische Außenministerium hatte am vergangenen Montag fünf uigurische Organisationen, unter ihnen zwei Vereine mit Sitz in Deutschland, zu terroristischen Organisationen erklärt und alle Staaten aufgefordert, die Bankkonten dieser Gruppen zu sperren und ihre Mitglieder nach China abzuschieben.

Neben dem in München ansässigen Welt-Jugend Kongress der Uiguren, der sich vor allem für uigurische Flüchtlinge in Deutschland einsetzt, möchte China auch das in Nürnberg arbeitende Ostturkistan Informationszentrum (E.T.I.C.) als terroristische Organisation verbieten lassen. Das Ostturkistan Informationszentrum hat sich mit seinen Berichten über aktuelle Menschenrechtsverletzungen in aller Welt einen Namen gemacht und wird regelmäßig von führenden Nachrichtenagenturen zitiert.

Unter den elf namentlich genannten Uiguren, die vom chinesischenAußenministerium zu Terroristen erklärt wurden, befinden sich auch drei in Deutschland lebende uigurische Flüchtlinge. Alle drei Personen engagieren sich seit Jahren dafür, dass geflohene Uiguren in Deutschland als politische Flüchtlinge anerkannt werden. Außerdem treten sie für eine Verbesserung der Menschenrechtslage in Ostturkistan ein, der im Nordwesten Chinas gelegenen Autonomen Region Xinjiang.

Außenminister Joschka Fischer, US-Präsident George Bush sowie die frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson, haben in den letzten drei Jahren Chinas Anti-Terror-Kriegführung gegen die sieben Millionen muslimischen Uiguren scharf kritisiert. Chinas Probleme in Xinjiang seien hausgemacht und hätten mit internationalem Terrorismus nichts zu tun, erklärten die westlichen Politiker mehrfach. Seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 preist China seine brutale Repression gegen Uiguren als Beitrag zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus an.

Gesellschaft für bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028
E-Mail: presse@gfbv.de, Hompage:http://www.gfbv.de

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