Laojiao + Laogai

Zwangsarbeitslager
als kostenfreie Arbeitsquelle

Foto: Harry Wu

Die weltweite Vermarktung von Waren aus dem LAOGAI-System, von Peter Müller, 5. Dezember 2012
Botschaft von Tienchi Martin-Liao zur Friedensnobelpreisverleihung an Liu Xiaobo am 10. Dezember 2010
"The Laogai as a Tool of Suppression" (Speech by Mr Peter Müller) Warszawa October 2007
"Laogai als Werkzeug der Unterdrückung", Rede von Harry Wu am 4. Mai 2006
Rede von Peter Müller zum Tag der Menschenrechte 2005
Communist China in the 21st Century (Harry Wu for The Bell - Association for Freedom and Democracy, 5-6 May 2005 Prague)
Wei Jingsheng Foundation
Wie lange wird es noch die "Erziehung-durch-Arbeit" geben?
Laogai Research Foundation (LRF) and Harry Wu (Englisch)
Harry Wu: Das Laogai-System (Englisch nach Website von LRF)
Blut und Tränen hinter den Billigprodukten "Made in China"
Beitrag von Peter Müller zur IGFM-Pressekonferenz am 7. Dezember 2012

Vortrag mit engl. Übersetzung als pdf.

Brief an Robert-Bosch-Stiftung

Die weltweite Vermarktung von Waren aus dem LAOGAI-System

Zwangsarbeit ist eine Geißel der Menschheit. Die Volksrepublik China (VRC) hat sie perfektioniert und betreibt unter der Bezeichnung LAOGAI das größte Lager-System in der Geschichte der Menschheit.

Das LAOGAI System erfüllt mehrere Aufgaben. Es ist das wichtigste Instrument der Chinesischen Kommunistischen Partei (CCP) zur Durchsetzung ihrer Macht und Unterdrückung jeden Widerstandes. Zudem fördert es den Export durch extrem niedrige Preise und füllt gleichzeitig die Kassen der CCP, die alle Überschüsse der LAOGAI-Produktion einsteckt, nicht etwa der Staat Volksrepublik China.

Auch Deutschland profitiert davon in erheblichem Maße. Die niedrigen Importpreise erhöhen unseren Lebensstandard und machen das Regieren leichter.

LAOGAI bedeutet Reform durch Arbeit und entspringt dem Chinesischen Nützlichkeitsdenken. Hitler war haßerfüllt genug, seine Gegner gleich umzubringen statt sie für sich arbeiten zu lassen. Die Sowjets schickten ihre Feinde für 25 Jahre nach Sibirien und sagten „Wenn sie das überleben, sind sie ohnehin fertig.“ Nicht so die Chinesen: Jeder Widersacher wird eingesperrt, kann und muß aber arbeiten und wird während dieser Zeit zu einem nützlichen Mitglied der kommunistischen Gesellschaft „umgeformt“. Das geschieht in einem riesigen, über das ganze Land verstreuten System von etwa 1.000 Straflagern, dem größten und brutalsten Zwangsarbeitslagersystem in der Geschichte der Menschheit.

Jedes Lager ist wirtschaftlich selbstständig, muß sich selbst unterhalten und der Partei Gewinn bringen. Das verschärft die Lager-Bedingungen, denn die Wärter wollen auch leben. Geheiligte Chinesische Korruption.

Das LAOGAI-Museum in Washington zeigt die ganze Grausamkeit des Systems und dessen Erzeugnisse: Kinderspielzeug, Plagiate, Motorsägen, Gummistiefel, Lichterketten für die Weihnachtsdekoration in Deutschland.

Das deutsche Plagiat-Museum in Solingen zeigt in einigen Abteilungen die gleichen Produkte, z. B. Kinderspielzeug. Bitte erinnern Sie sich an die Giftfarben auf China-made toys vor ein paar Jahren.

Mindestens 60 % des China-Teas kommt aus Straflagern, fast alle Tomaten-Exporte aus Ost-Turkestan, geerntet von Uighurischen Strafgefangenen, den Ärmsten der Armen.

Die LAOGAI Research Foundation Europe fordert seit Jahren ein Europäisches Gesetz gegen den Import von Waren aus Sklavenarbeit und engste Zusammenarbeit mit den USA, die ein solches Gesetz seit 1936 haben. Aber die uns wohl gesinnten Abgeordneten scheitern immer wieder an der Kommission, die von der Wirtschaftslobby belagert oder sollte ich sagen beherrscht wird. Die liefert lieber Polizei-Autos in die Volksdiktatur China.

Die Produktpalette der LAOGAI-Lager ist vielseitig. Ursprünglich waren es nur einfache Waren, weil es im LAOGAI nur wenige geschulte Facharbeiter gibt und die Häftlinge alle 3 - 4 Jahre verlegt werden, damit sich keine Aufrührer-Zellen bilden können. Inzwischen findet man aber LAOGAI made goods fast überall. Es genügt ja schon, wenn ein Bestandteil der Ware aus dem LAOGAI stammt. Hier haben Sie ein Beispiel, eine Büroklammer, zusammengesetzt im LAOGAI. Beachten Sie bitte auch unsere Vergleiche chinesischer und Westlicher Firmenkataloge.

Im LAOGAI werden je nach politischer Wetterlage schätzungsweise drei bis sieben Millionen Menschen mit Zwangsarbeit gequält, 360 Tage im Jahr, sieben Tage die Woche, bis zu 16 Stunden täglich, gefolgt von 2 Stunden politischer Indoktrination. Folter und Gewalt, Kameradenschinderei, Wassermangel, schlechte Ernährung, fehlende oder keinerlei medizinische Versorgung. Schlafentzug, Einzelhaft, Sollerhöhung sind an der Tagesordnung.

LAOGAI-Häftlinge müssen ohne jeden Schutz gesundheitsschädliche Arbeiten verrichten, z. B. in Gerbereien oder in ungesicherten Kohlegruben, was viele der Bergwerks-Unglücke erklären dürfte. Ist Ihnen auch aufgefallen, daß Meldungen über weitere Bergwerks-Unfälle seit Jahren ausbleiben ? Habe ich mich getäuscht oder haben Sie auch bemerkt, daß die Rettungstrupps auf den Filmchen immer mit dem gleichen feudalen Equipment aus Essen in den gleichen Schacht fuhren?

Privates Dasein oder geschützte Intimsphäre gibt es zu keiner Sekunde. Die Selbstmordrate ist dementsprechend hoch. Die Insassen müssen ihre Mitgefangenen bespitzeln und bei Unbotmäßigkeit mißhandeln. Die Verhältnisse sind so grausam, daß die Volksrepublik China (VRC) sogar die international üblichen Besuche der UN-Inspektoren verweigert. Dem Normal-Menschen fehlen die Worte zur Beschreibung der Zustände. Es bedarf der Kraft des Dichterwortes um das zu tun. Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Liao Yiwu hat das wortgewaltig und lesenswert getan.

Mit Zahlen muß man vorsichtig sein, um so mehr als alle Zahlen um das LAOGAI (Lager, Gefangene, Verweildauer, Krankheits- und Todesfälle) von der VRC streng geheim gehalten werden. Seit seiner Einrichtung im Jahre 1949 dürften wohl 50 Mio. Menschen im LAOGAI gemartert worden sein. Von ihnen verschwand gut die Hälfte spurlos. Seit 1994 versucht die VRC die Öffentlichkeit durch Namensänderungen und Ankündigung gesetzlicher Änderungen zu täuschen. Die Verhältnisse im Lager ändern sich nicht.

Auf chinesischem Papier sieht immer alles sehr legal aus. Das Lagersystem ist sehr komplex. Es gibt zwei Haupt-Typen von Arbeitslagern, die LAOGAI ("Reform durch Arbeit") und LAOJIAO ("Umerziehung durch Arbeit"), genannt werden, letzteres angeblich mehr für Jugendliche. Die Übergänge sind fließend, je nachdem wie es den lokal Verantwortlichen gerade nützlich erscheint. Ungesetzlichkeit und Mißbrauch existierender Gesetze sind nicht nur die Regel sondern Prinzip. Jede andere Interpretation ist Augenwischerei.

Die VRC betreibt bzw. duldet bzw. fördert diese Exporte gegen alle fundamentalen internationalen Sitten und Gebräuche sowie gegen ihre Zusagen und besonderen Vereinbarungen mit den USA, mit der EU und schert sich einen Dreck um das gegebene Wort.

Soweit die offizielle Zwangarbeit. Daneben gibt es eine zweite, nicht weniger häßliche: Wenn die Arbeitnehmer dem Arbeitgeber auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind und zu ähnlich traumatischen Bedingungen arbeiten müssen, weil es ringsum keine andere Arbeit gibt. Die deutschen iPad-Käufer und viele andere machen sich das zu nutze, obwohl die deutschen Medien ausführlich über die brutale Ausbeutung der Arbeitskräfte berichtet haben wie sie im US-Kongress vor dem CECC, der Congressional Executive Commission for China, von Gewerkschaftlern und NGOs vorgetragen wurden.

Kein Deutscher kann sich heute mehr mit Unwissenheit entschuldigen, Es ist einfach seine Geldgier, die ihn die Ausbeutung und Menschenwürde Chinesischer Arbeitskräfte mißachten lässt.
Peter E. Müller Bredenbeck, 5. Dezember 2012

Wei Jingsheng Foundation

Wei Jingsheng Foundation

Die Wei Jingsheng-Foundation und die Overseas Chinese Democracy Coalition widmen sich der Förderung der Menschenrechte und der Demokratisierung in China. Wir begrüßen Ihre Hilfe, welcher Art auch immer. Wir erklären uns als solidarisch mit all denjenigen, die sich auf unserem Planeten für Menschenrechte und demokratische Regierungsformen einsetzen. Sie können diese Veröffentlichung gerne verwenden und verbreiten, bitte weisen Sie jedoch auf unsere Stiftung www.WeiJingSheng.org hin.

Bei "Erziehung-durch-Arbeit" (chin: LaoJiao oder LaoDongJiaoYang, was manchmal auch mit "Umerziehung-durch-Arbeit" übersetzt wird) handelt es sich um ein Strafsystem anderer Art als bei "Reform-durch-Arbeit" (chin: LaoGai oder LaoDongGaiZao), obwohl beide durchaus Parallelen aufweisen. Im allgemeinen ist LaoJiao weiter verbreitet und wird mit größerer Willkür angewendet als LaoGai, denn es erfordert kein "rechtliches Prozedere" und es wird immer noch zur Genüge von der chinesischen Regierung offiziell eingesetzt (der Begriff LaoGai wurde Mitte der neunziger Jahre von der chinesischen Regierung intern abgeschafft, obwohl dieses System der Inhaftierung effektiv weiterbesteht).

Wei Jingsheng-Foundation gibt einen e-mail-Newsletter mit aktuellen Nachrichten zur Entwicklung der Menschenrechte in China heraus, den man kostenlos abonnieren kann, siehe www.weijingsheng.org

Im nachfolgenden Abschnitt bringen wir die Übersetzung eines Artikels von Lu Bei vom Oktober 2003. Lu Bei ist selbst ein Opfer des Lagerhaftsystems "Erziehung-durch-Arbeit". In seinem Artikel befaßt er sich mit der Geschichte von "Erziehung-durch-Arbeit" und schildert das Martyrium, das er ebenso wie andere Opfer dieses Strafregimes durchgemacht hat.

Bericht von Lu Bei

Wie lange wird es noch die "Erziehung-durch-Arbeit" geben? Ein Überlebender erzählt:

In der heutigen Zeit fordert das chinesische Volk die Regierung immer wieder dazu auf, ungesetzliche Strafsysteme abzuschaffen, durch welche die Rechte der Bürger gravierend verletzt werden. Am 25. September ließ die Regierung von Hongkong endlich den Artikel 23 fallen, was nicht nur ein Sieg der Bevölkerung von Hongkong war, denn auch die Menschen in China selbst wurden ermutigt, die Abschaffung vieler ungerechter Praktiken von der Regierung zu fordern.

Verlautbarungen zufolge soll in der Provinz Guangdong eine Resolution zur Abschaffung der "Erziehung-durch-Arbeit" eingebracht werden, denn dieses System entbehrt jeglicher gesetzlichen Rechtfertigung. Bekanntermaßen wurde diese Bestrafung in den fünfziger Jahren ohne Zustimmung des Volkskongresses eingeführt. Sie wurde von den Verwaltungsorganen als eine Art Administrativstrafe verhängt, obwohl diese keinerlei Befugnis zum Eingriff in die Rechte der Bürger haben.

Betrachten wir einmal die Geschichte und den Hintergrund dieses ganzen Systems der "Erziehung-durch-Arbeit". Es wurde kurz nach der Machtergreifung durch die chinesischen Kommunisten eingeführt, als diese die groß angelegte "Bewegung zur Unterdrückung von anti-revolutionären Aktivitäten" starteten. Von "Erziehung-durch-Arbeit" ist zum ersten Mal die Rede in einem von der chinesischen kommunistischen Partei am 25. August 1955 herausgegebenen Dekret, in dem detailliert ausgeführt wird, wie man Menschen ohne Gerichtsverfahren in "LaoJiao-Lagern" zusammentreiben kann. Das war der Beginn der chinesischen Version von Konzentrationslagern. Kurz darauf veröffentlichte die KP Chinas, mit dem Anwachsen der "anti-revolutionären Bewegung", am 10. Januar 1956 einen "Erlaß, in dem alle Städte und Provinzen aufgefordert wurden, unverzüglich "Lager für Erziehung-durch-Arbeit zu errichten". Der Aufbau eines derartigen Systems war der erste Schritt zur Beschneidung der Bürgerrechte.

Im Laufe der Zeit wurden weitere Dekrete mit Beschlüssen der chinesischen Regierung bezüglich der Lager zur "Erziehung-durch-Arbeit" erlassen, die nun als "Qiang-Lao-Suo" (Verwaltungsbüros für Zwangserziehung-durch-Arbeit) bezeichnet wurden. Für den Verbleib der "verderblichen Elemente" in den Lagern gab es keinerlei zeitliche Begrenzung. Es gibt Fälle von Leuten, die in den fünfziger Jahren in diese Lager gesteckt wurden und erst in den Siebzigern wieder herauskamen. Einige kamen als gefrorene Leichen heraus, und nicht wenige blieben als Tote für immer in den Lagern zurück.

Unter der Anklage der "Bedrohung der nationalen Sicherheit" wurde ich am 13. Januar 1998 in eines dieser Lager eingeliefert. Kaum war ich dort angekommen, umstellten mich einige Männer und fingen an mich zu schlagen und nahmen mir meine Sachen weg. Das ist dort so üblich. Es ist das dunkelste Verlies in ganz China! Nachts weckten die Aufseher alle Gefangenen auf, ließen sie antreten und schlugen sie mit Holzstöcken. Oh wie laut hallten ihre Schmerzensschreie wider! Es war die übliche Methode der Polizei, mit der sie Gefangene ermunterte, "sich ihrer Mitgefangenen anzunehmen". Bevor sie losschlugen hatten Polizisten und Aufseher reichlich Alkohol zu sich genommen und Gelage veranstaltet. Essen und Getränke wurden von dem Geld bezahlt, das die Aufseher den anderen Häftlingen weggenommen hatten.

Das ganze Jahr hindurch gab es nur flüssiges "Congee" aus Mehl und ein Stück chinesisches Brot zum Frühstück. Mittag- und Abendessen waren noch erbärmlicher. Als ich die Polizisten um besseres Essen bat, hieß es, es sei kein Geld dafür da. Wie denn auch? Auf einer Tafel stand die Speisekarte für mehrere Wochen - mit wesentlich besserem Essen. Aber das diente nur zur Täuschung der Inspektoren.

Ein Mithäftling war schwer erkrankt und hatte seit Tagen nichts gegessen. Seine Füße waren stark geschwollen und er konnte nicht aufstehen, um zur Toilette zu gehen. Fortwährend gab er schwache Laute von sich und bettelte darum, ihn nicht sterben zu lassen. Trotzdem behaupteten die Aufseher, der Mann simuliere nur. Eines Tages meldeten seine Mitgefangenen den Beamten, daß er im Sterben liege. Der Arzt kam an sein Bett, verkündete, es sei alles in Ordnung mit ihm, und verließ umgehend die Zelle (vermutlich, weil es so stank). Ich fragte den Arzt, wie es um den Häftling stehe. Er sagte, der Mann stelle sich nur krank; ihm fehle nichts. Keine zehn Minuten später hatte das Herz des Kranken zu schlagen aufgehört.

Bei der "Erziehung-durch-Arbeit" herrscht folgende Gepflogenheit: Mit Bestechung kann man krankgeschrieben werden, selbst wenn einem gar nichts fehlt. Wenn aber jemand ein politischer oder Gewissensgefangener ist, dann kann er dies vergessen.

In meiner Anstalt gab es 120 Falun Gong-Anhänger. Einzeln wurden sie in kleine Zellen eingeschlossen und von je vier oder fünf Beamten überwacht, die sie dazu zwangen, Geständnisse und Versprechen niederzuschreiben. Wenn sie sich weigerten, wurden sie geschlagen, die Nahrung wurde ihnen vorenthalten und man ließ sie nicht schlafen. Den Falun Gong Anhängern, die sich weigerten das Verlangte aufzuschreiben, erging es wirklich miserabel - sie wurden für mehrere Monate ans Bett gefesselt. Dies ist das wahre Bild von "Erziehung-durch-Arbeit"!

Obwohl die "Erziehung-durch-Arbeit" nur bei denen zur Anwendung kommt, die "für eine legale Haftstrafe nicht in Frage kommen", ist sie doch oft schwerer zu ertragen als jene. Die "Strafe" steht in keinem Verhältnis zum "Vergehen", sie ist sehr ungerecht, sinnlos und überdies illegal.

"Erziehung-durch-Arbeit" führte zur Unterdrückung von Millionen und Abermillionen von Menschen, angefangen mit der "Anti-Rechten-Bewegung" in den Fünfzigern bis zum "Großen Sprung nach vorn", den "Volkskommunen", der "Lin&Kong-Kritik", der TianAnMen-Tragödie vom 4. Mai, der "Ablehnung der Rechten", dem "Abschneiden der kapitalistischen Zöpfe", den "Anti-Liberalisten der Bourgeoisie" und schließlich der "Unterdrückung von Falun Gong".

Während der letzten zwanzig Jahre hat das chinesische Volk um die Abschaffung dieser Methoden und um Achtung vor dem Gesetz gerungen. Beispiele dafür sind "die Mauer der Demokratie von 1979", die "Demokratiebewegung von 1989" und die Welle der Neugründungen von Oppositionsparteien, sowie die Arbeiter- und Bauernbewegungen. Diesen gerechten Volksbegehren wurde jedoch nicht statt gegeben. Statt dessen ist das Leben der Menschen weiterhin bedroht und ihre Menschenrechte werden verletzt. In der Provinz SanXi wurde der Häftling Hui Xia-Dong in einem Erziehung-durch-Arbeits-Lager zu Tode geprügelt. Auf der Insel HuLu, Provinz LianLing, wurde der Gefangene Zhang Bin gefoltert und danach totgeprügelt. Durch das System der "Erziehung-durch-Arbeits-Lager" werden die Rechte der Bürger in gravierender Weise verletzt.

Es ist höchste Zeit, der "Erziehung-durch-Arbeit" ein Ende zu setzen. Ein derartiges Unrechtssystem verhindert, daß China sich zu einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft mit Rechtssicherheit, Mitgefühl und Toleranz - also den grundlegenden Elementen einer zivilisierten Gesellschaft - entwickeln kann.

Falls Sie mehr über die Overseas Chinese Democracy Coalition, die Menschenrechte und die Demokratiebewegung in China, besonders über die chinesische Gewerkschaftsbasis wissen wollen, besuchen Sie die Websites www.WeiJingSheng.org und www.ChinaLaborUnion.org.

Laogai Research Foundation

What is the Laogai Research Foundation?

1925 K Street Suite 400
Washington, DC 20006
Tel:(202)833-8770
Fax:(202)833-6187
E-Mail:laogai@laogai.org
www.laogai.org

In 1992, the Laogai Research Foundation was established to gather information and spread public awareness on the Chinese Laogai. The Foundation publishes an annual Laogai Handbook, newsletters, special investigative reports, as well as assisting television media in preparing documentary films on the Laogai. Since its inception, the LRF has expanded its focus to document and report on other systemic human rights violations in China, including public executions, organ harvesting from executed prisoners, the coercive enforcement of China's population control policy, and persecution of religious believers.

Harry Wu at the Annual General Assembly of ISHR, Königstein, April 2004

Who is Harry Wu?

Harry Wu is the foremost U.S. campaigner against the human rights violations committed by the Laogai system, as well as one of the founders of the Laogai Research Foundation. 

Harry Wu personally experienced the horrors of the Laogai prison system. Beginning when he was 23 years old, Harry Wu served 19 years in the Laogai for simply criticizing the policies of the Chinese Communist Party. Since his release he has taken it upon himself to expose the human rights abuses of the Laogai. In research gathering trips across China, posing undercover as a U.S. businessman or police officer, Wu has documented innumerable Laogai camps, detention centers, and instances of Laogai produced goods being exported to the United States.

Mr. Wu currently serves as the Executive Director of the Laogai Research Foundation. He has also authored three books on the Laogai including: the Chinese Gulag (1992), Bitter Winds - A Memoir of my years in China's Gulag (1994), and Troublemaker - One Man's Crusade against China's Cruelty (1996).

Harry Wu
Allgemein über das Laogai-System

What is the Laogai?

The Laogai is the vast labor reform system in the People's Republic of China. The Laogai was created by the Chinese Communist Party under Mao Zedong, yet it still serves the one-party dictatorship as the primary instrument for detaining political dissidents and penal criminals. The two major aims of the Laogai are to use all prisoners as a source of cheap labor for the communist regime and to "reform criminals" through hard labor and compulsory political indoctrination.  According to the official definition of the Laogai system, there are six main components.     

·        Reform Through Labor Detachments (Laogai or laodong gaizao dui)

According to original Chinese Criminal Law Codes, these facilities are to house criminals who have received formal conviction and sentencing in a Chinese court.

·        Prisons (Jianyu)

Serving the same function as Reform Through Labor Detachments, some facilities to house formally sentenced criminals are called "prisons".  Conditions are the same in both types of facilities regardless of the name.

·        Reeducation Through Labor Facilities (laojiao or laodong jiaoyang suo)

House prisoners who receive "administrative discipline" and are sentenced for up to three years by Chinese police or other security officials.  These individuals have received no charges or formal court hearing. 

·        Detention Centers (Kanshou suo)

Include convicts who receive trial and are formally sentenced to shorter terms, individuals who are awaiting trial, and those formally sentenced to death who are awaiting execution.

·        Juvenile Offender Facilities (Shaoguan suo)

House adolescent convicts or reeducation through labor detainees.

·        Forced Job Placement Personnel (liuchang jiuye renyuan)

These facilities are for individuals who have served out their original sentences but they are determined "not completely reformed". Therefore, they are required to remain on the same facility, facing the same conditions and performing the same job they performed as criminals.

How many people are in the Laogai?

The precise population and the number of camps in the Laogai are considered state secrets, so it is impossible to know with certainty how many inmates are imprisoned in the Laogai or how many camps exist. Additionally, camps often close or change their location depending on economic benefits, making it more difficult to track the number of camps inside China.  The Laogai Research Foundation has documented over 1,000 Laogai camps in China. The exact numbers of prisoners in any particular camp is constantly changing according to varying shifts in the political climate. 

Counting those imprisoned in five of the six categories listed above (the LRF does not count those in detention centers, as that number the most variable and difficult to ascertain), the Laogai Research Foundation estimates that the Laogai population is between 4 to 6 million prisoners.

The LRF estimates that since the inception of the Laogai, between 40 to 50 million people have been imprisoned.  Almost everyone in China is related to someone or has known someone who has been forced to serve a lengthy sentence in the confines of the Laogai.

How is the Laogai different from other prison systems?

Difference in nature and in purpose

Due to increasing international attention towards the abuses and human rights violations of the Laogai, the Chinese Communist Party has attempted to create the impression that the Laogai is simply a prison system for detaining, punishing, and reforming convicted criminals. It was for this reason that according to China's most recent criminal reform law in 1994, the term "Laogai", meaning reform through labor, was officially changed to "Jianyu", meaning prison.  However, contrary to CCP propaganda, the essential nature of the Chinese Communists' Laogai system is different than that of prison systems in other countries. Its purpose is fundamentally different in that the Laogai does not exist simply to punish criminals in accordance with the law, but also to further strengthen the rule of the Communist Party by suppressing any signs of dissent among the Chinese people and attempting to "reform" inmates into productive, socialist citizens. The Laogai functions as an integral part of the Chinese economy, providing an endless source of cost-free labor. 

Difference in conditions: human rights abuses in the Laogai

The Laogai is the source of many of China's most serious human rights abuses. 

Political imprisonment

As a tool of political repression, the Laogai serves to silence all voices of political dissent throughout China. Inside China's Laogai, unknown numbers of Chinese dissidents have suffered for their political opinions and their religious beliefs. As a matter of policy, the Chinese Communist Party seeks to single out and eliminate all "counterrevolutionary elements", or, in most recent parlance, those who "endanger state security". This includes anyone who in word or deed opposes or is believed to oppose the Communist Party. In recent years, as criticism of China's imprisonment of political dissidents mounts, Chinese leaders have sought to appease the international community through fewer arrests for "counterrevolutionary crimes". In China today, most political prisoners are arrested for crimes such as "subverting state power", "stealing state secrets", "hooliganism", or "protesting without a permit". This has made it more difficult for the international community to discern the exact numbers of political prisoners held in Chinese prisons, but it has in no way altered the pattern of political repression perpetuated through political imprisonment in the Laogai.

Torture

Although Chinese law forbids torture and the use of torture to extract confessions, the practice remains widespread in the Laogai. Due to systematic failure of Chinese authorities to enforce laws against torture, there is little to deter those who inflict torture upon inmates of the Laogai. Confessions extracted through torture are routinely used to convict individuals in court. Forms of torture that are documented to occur commonly in Chinese prisons include: the use of electric batons, beating with fists and clubs, the use of handcuffs and leg irons in ways that cause intense pain, suspension by the arms, deprivation of food or sleep and solitary confinement.

Administrative detention

Anyone in China can be held for up to three years in Reeducation (Laojiao) Camps with no trial or sentencing procedure of any kind. All that is necessary is the directive of any official in China's Public Security Bureau. 

The component of "Jiuye", or forced job placement constitutes another form of administrative detention perpetuated within the Laogai. Jiuye allows officials to retain inmates within the Laogai system after the expiration of their term if they are determined to be "not yet fully reformed". This often places individuals within an unending cycle of detention and degrading punishment.

Forced labor

All prisoners in the Laogai are forced to labor. Labor conditions vary from region to region and camp to camp. There are many reports of prisoners working up to 16 to 18 hours a day to meet labor quotas that are enforced through withholding of food rations. Prisoners also often labor in highly unsafe conditions including work in mines and with toxic chemicals.  Sometimes conditions are less arduous with more reasonable working hours and more humane treatment. Prisoners do not receive payment for their labor or any profit generated from the products they produce. 

Organ harvesting

According to documented evidence gathered by the Laogai Research Foundation and other human rights and media organizations, the practice of harvesting the organs of executed prisoners in China began sometime in the late 1970s.  Organs harvested from prisoners are used in transplant operations for privileged Chinese and for foreigners. Despite the claims that prisoners give consent for the use of their organs for transplant, the evidence suggests that an overwhelming majority of prisoners or their families never give consent before the execution.

Capital punishment

According to the statistics of Amnesty International, China executes more prisoners every year than the rest of the world combined. According to the latest statistics, in 1998 Amnesty recorded 2,701 death sentences and 1,769 executions. Because these figures are calculated through the use of open source reports, they are believed to be far lower than the actual numbers. According to the Chinese criminal law code there are over sixty capital offenses.  People are executed for crimes ranging from murder to theft to arson to drug trafficking.  The actual number of executions carried out in China is regarded as a state secret.
   

What is the political function of the Laogai system?

One of the key functions of the Laogai, besides simply punishing criminals, is to serve as a political tool of repression and reform for the Communist Party. Political criminals in the Laogai include pro-democracy activists, labor activists, and religious believers among the Han Chinese and minority nationalities like Tibetans, Uighurs and Mongolians.

Once in the Laogai, inmates are forced to confess their "crimes", denounce any anti-Party beliefs and submit to a regimen of reeducation and labor.

The atmosphere of fear and political repression in China is also perpetuated by China's periodic "strike hard" campaigns. During these campaigns, which are initiated to intimidate the population and further prop-up the failing Communist regime, Chinese authorities increasingly rely on stiff penalties, public trials and mass executions. China's record of due process leaves much to be desired according to any standard. This record only worsens when viewed in the light of the procedures made possible under the "Strike Hard" Campaign. These procedures administrate a trial and sentencing process that is to be implemented rapidly and promptly while those who are accused of a crime are considered guilty before the trial takes place. It is under these circumstances that the Chinese Communist Party has successfully silenced all its dissidents and has instilled fear throughout its population.

What is the economic significance of the Laogai?

The Laogai camps are also an integral part of China's national economy. Chinese authorities see the Laogai as a source of endless cost-free labor and are continuously studying the application of forced labor in increasing productivity and profits. The millions in the Chinese Laogai constitute the world's largest forced labor population. The Communist Party seeks to use these organs of repression to turn a profit. The use of forced labor in China is simply seen as another input into the economic equations of national output. The deliberate application of forced labor by the Chinese government has spawned an entirely new field in China's economy: the economics of slavery. One theorist clearly defined this policy in the following statement:

The fundamental task of our Laogai facilities is punishing and reforming criminals. To define their function concretely, they fulfill tasks in the following three ways: (1) Punishing criminals and putting them under surveillance; (2) Reforming criminals; (3) organizing criminals in labor and production, thus creating wealth for society. Our Laogai units are both facilities of dictatorship and special enterprises.

Criminal Reform Handbook
PRC Ministry of Justice, Laogai Bureau
Shaanxi People's Publishers, 1988

The CCP considers the production activities of the Laogai to be state secrets. Laogai administrators must adhere to the traditional emphasis of reform of prisoners in order to mold them into "new socialist persons" while simultaneously reaching certain productivity and profit levels. Although many Laogai industries have proven to be unprofitable because of weak management and an obviously unmotivated workforce, the Chinese authorities are constantly trying to integrate the Laogai into the national economy and encourage Laogai products to enter the international market to earn hard currency.

 Are Laogai products ever exported to the international market?

As the end objective in the Laogai is to look for the greatest source of revenue, numerous Laogai enterprises have made the move onto international markets through  the export of its forced labor goods. Laogai products have time and time again been found to be available in international markets. Despite claims to the contrary by the Chinese government, the CCP is constantly encouraging the exportation of Laogai goods.

Should consumers boycott goods made in China?

Many individuals choose to boycott all goods made in China as a protest against widespread human rights abuses in that country. A boycott is also the only way to ensure that nothing one purchases was manufactured in whole or in part in the Laogai.  Others may feel that an individual boycott is not the best way to express one's convictions. For this reason, while the LRF strongly supports any statement of individuals against the oppressive system perpetuated by the Chinese Laogai, the decision of whether or not to fully boycott Chinese products must be made individually according to one's own feelings and convictions.

Are organs harvested from executed prisoners in the Laogai?

In 1984, the "Provisional Regulations on the Use of Dead Bodies or Organs from Condemned Criminals" was released jointly by the Supreme People's Court, Supreme People's Procuratorate, Ministry of Public Security, Ministry of Justice, Ministry of Public Health, and the Ministry of Civil Affairs. This document stipulates the conditions under which health personnel may harvest organs from executed prisoners, how these health personnel are to coordinate with prison and public security officials, and the confidentiality of the process. Even though the document specifically states that written consent must be obtained, when questioned on the practice, Chinese authorities have yet to produce any sort of viable consent form. 

When officials wish to harvest the organs of a death-row prisoner, first a blood sample is taken for medical testing.  Soon thereafter, the prisoner is executed with a shot to the back of the head. Doctors remove the organs that are then placed in solution for preservation and transported to nearby hospitals for transplantation. LRF has tracked media reports of people from all over Asia traveling to China to take advantage of the abundant supply of organs from executed prisoners.  In news reports from Thailand, Malaysia, Japan, Hong Kong, Korea, and Taiwan, doctors readily admit that organs come from executed prisoners and that consent is not an issue. 

US State Department Country Reports on Human Rights have noted the practices of organ harvesting in China beginning in 1995 after the release of a Human Rights Watch report on the subject. Several members of the US Congress have also raised the issue of organ harvesting in various measures attempting to censure China for its human rights violations.  In 1998, the European Parliament signed a resolution in opposition to the death penalty and organ harvesting as carried out in the People's Republic of China.

What does international law say about the Laogai?

There are many treaties that China has signed which when broken through the perpetuation of human rights abuses in the Laogai constitute violations of international law.  Such documents include the United Nations Charter, the Universal Declaration of Human Rights, and the Convention against Torture and other Cruel Inhuman or Degrading Treatment or Punishment. As a member state of the International Labor Organization, China is also party to many agreements regarding labor conditions and the rights of workers.  All such principles are broken every time inmates of the Laogai are tortured, detained without trial, imprisoned for political or religious reasons, or required to work in inhuman conditions.

 

How can I avoid buying products made in the Laogai?

When a product is labeled "Made in China", it may hide the fact that it was made in the Laogai by Chinese prisoners. Unfortunately, it is very difficult to identify which products are made, either entirely or in part, in the Laogai. Due to the complexity of international markets and the circuitous system of sub-contracting, it is often very difficult to discern whether a product is a forced labor good. For example, a brand-name clothing manufacturer in the U.S. may contact a Chinese import-export company to assist in finding a factory in China where its clothing can be cheaply produced. That import-export company may contract the account to a legitimate Chinese textile company, that will then sub-contract a portion of the production process to a Laogai camp, where prisoners must fill quotas to be given their daily allowance of food. It may also be possible that Laogai prisoners, toiling in horrible conditions, grew the cotton that the clothes are made from. Until China reveals the extent of their Laogai production, and US companies are willing to release the location of all of their manufacturing facilities in China, there is no way for the American consumer to be certain that s/he is not financially contributing to the Laogai system.

The Laogai Research Foundation has worked tirelessly to identify Laogai products that enter the world market. This effort is not complete and continues with the help of concerned consumers and activists around the world. We welcome inquiries from around the world and will try to be as responsive as possible to such inquiries. In addition, we encourage consumers and activists to communicate to their national governments that more must be done to stop the profits of the communist regime in China from the exploitation of the slave laborers in the Laogai.

Blut und Tränen hinter den Billigprodukten "Made in China"

Von einem Falun Gong-Praktizierenden in China

I. Viele Produkte werden unter Zwangsarbeit in chinesischen Arbeitslagern und Gefängnissen hergestellt

Das Rohmaterial wird von Fremdfirmen an die zugewiesenen Arbeitslager geliefert. Im Sanshui Zwangsarbeitslager in der Provinz Guangdong zum Beispiel kommen die Produkte, die die dortigen Insassen herstellen, zumeist aus Dongwan. Fabriken in Nanhai und anderen Provinzen und Städten beauftragen Zwangsarbeitslager und Gefängnisse mit der Herstellung der Produkte. Zu den meisten Produkten, die in Zwangsarbeitslagern und Gefängnissen hergestellt werden, gehören Feuerzeuge, Uhren und Armbanduhren, Kunstblumen, Schuhe, Kleider, mechanische und elektronische Geräte, Schmuck und Halsketten. Es gibt aber noch viele andere.

II. Das Geheimnis hinter den geringen Kosten der Produkte "Made in China"

1. Die Arbeit in Zwangsarbeitslagern und Gefängnisses ist kostenlos

Die Insassen in Zwangsarbeitslagern und Gefängnissen werden zur Arbeit gezwungen, sie stellen die Produkte ohne Bezahlung her. Die Arbeitslager sind nichts anderes als Fabriken, die sich daran erfreuen, praktisch keine Lohnkosten zu haben, außer dass sie die Arbeiter am Leben erhalten. Sobald die Menschen an diesen Orten angekommen sind, machen sie nichts anderes als arbeiten. Sie müssen üblicherweise von 05:30 bis 23:00 Uhr arbeiten, bis auf das Essen von minderwertigen Speisen, die für den menschlichen Verzehr absolut untauglich ist. Ein Zwangsarbeitslager ist eine riesige Fabrik, in denen die Arbeiter versklavt werden; sie erhalten keinerlei Freiheit, keinerlei Rechte und keine sozialen Zuwendungen. Sie werden bestraft, wenn sie die vorgegebenen Quoten nicht erreichen.

2. Keine Zahlung von Löhnen und Mitarbeiterleistungen

Viele Fabriken stellen einige wenige reguläre Arbeiter ein, was lediglich zur Wahrung eines rechtmäßigen Betriebsverhältnisses dient, tatsächlich aber lassen sie ihre Produkte von den Arbeitslagern bzw. Gefängnissen herstellen. Sie senden die Aufträge zusammen mit entsprechenden Musterexemplaren, Auflagen und Herstellungsbeschreibungen und Rohmaterialien an die Zwangsarbeitslager bzw. Gefängnisse und sparen Herstellungszeit und Lohnkosten. Das ermöglicht ihnen eine ungerechtfertigte Überlegenheit gegenüber der Industrie in der restlichen Welt.

3. Steuerhinterziehung durch niedrige Herstellungskosten

Die chinesische Regierung schreibt vor, dass es den Menschen außerhalb der Zwangsarbeitslager und Gefängnissen strengstens verboten ist, die Lebensräume der Insassen zu betreten. Man muss durch 4 oder 5 streng bewachte Eisentüren gehen, um zu ihren Lebensräumen vorzudringen. Jede Tür wird 24 Stunden am Tag von Polizisten und Gefangenen bewacht. Die diensthabenden Gefangenen versuchen diese Aufgabe so gut zu machen wie sie nur können, in der Hoffnung diesen höllischen Ort vorzeitig verlassen zu können. Falls ein Gefangener dennoch flieht, werden die diensthabenden Gefangenen brutal verprügelt und ihre Haftzeit kann beliebig verlängert werden. Die Gefangenen, die ein und aus gehen, müssen Ausweise tragen, auf denen Name, Alter, Heimatstadt und -provinz, Grund der Inhaftierung, Gefängnisname, Einheit und Unterabteilung eingetragen sind. Von außen ist es absolut unmöglich, in diese streng bewachten Bereiche zu kommen, außer man hat die ausdrückliche Erlaubnis der Verwaltung und befindet sich in Begleitung von Polizisten.

Mittels dieses Privilegs arbeiten die Zwangsarbeitslager und ähnliche Einrichtungen mit den Fabriken zusammenarbeiten und vermeiden Steuerzahlungen. Um Prüfungen der Produktmengen und Steuerprüfungen zu vermeiden, deponieren die Arbeitslager die Endprodukte in den Schlafräumen der Gefangenen und können somit die Steuern umgehen und ihre Gewinne maximieren. Wir haben im Sanshui Zwangsarbeitslager und im Sanshui Frauenarbeitslager mit eigenen Augen gesehen, wie in unserem Schlafraum Endprodukte aufgestapelt wurden und er zu einem Warenlager umgewandelt wurde, als Steuerbeamte kamen, um das Lager zu überprüfen. Für die Außenwelt ist es wirklich sehr schwierig, die Realität in einem Arbeitslager zu erkunden. Denn die Kommunistische Partei wendet die listigsten Methoden an, um das chinesische Volk und den Rest der Welt zu täuschen. Wenn man zum Beispiel das Leben von Gefangenen und Falun Gong Praktizierenden in Zwangsarbeitslagern erforschen möchte, wird die Verwaltung für diesen Besuch in einigen wenigen ausgewählten Zwangsarbeitslagern alles aufbessern, verschönern und dekorieren. Wenn Untersuchungsgruppen zu Besuch kommen, wird für die Praktizierenden und Gefangenen gutes Essen bereitet und einige Menschen organisiert, die bereit sind, für die Lager zu lügen, wenn sie von den Gutachtern befragt werden. Aus diesem Grund konnte die Welt das reale Leben in den Zwangsarbeitslagern und Gefängnissen bisher nicht ergründen, und deshalb sagen die Gutachter, dass die Bedingungen in den Zwangsarbeitslagern gut seien. Sobald die Gruppe der Gutachter die Zwangsarbeitslager verlassen haben, wird alles wieder so hergerichtet wie es war bevor sie kamen. Wenn Sie die realen Zustände in Zwangsarbeitslagern erforschen wollen, dann fragen Sie Falun Gong Praktizierende, die den Mut haben, die Wahrheit zu sagen und setzen Sie sich mit Clearwisdom.net in Verbindung.

III. Menschenrechtliche Bedingungen der Falun Gong Praktizierenden und anderer Gefangenen in chinesischen Arbeitslagern

Die Falun Gong Praktizierenden, die in chinesischen Arbeitslagern inhaftiert sind, werden mit den unmenschlichsten Methoden grausam gefoltert. Einige Wärter foltern selbst, andere beauftragen Mitgefangene dazu. Sie benutzen alle möglichen Foltergeräte um die Praktizierenden zu quälen. Uns liegen einige nachgewiesene Tatsachenberichte vor, die allerdings nur einen kleinen Teil der Gesamtfälle repräsentieren. Danach gehen die Wärter wie folgt vor:

Sie benutzen elektrische Schlagstöcke; zwingen die Praktizierenden für lange Zeit zu stehen; benutzen die "Tigerbank" [Die Praktizierenden werden gezwungen auf einer kleinen, ca. 20 cm großen Metallbank zu sitzen. Die Knie werden den Opfern dabei gefesselt und der Betroffene muss sehr lange regungslos in dieser Haltung verharren. Oftmals werden noch kleine harte Objekte unter das Gesäß oder zwischen die Unterschenkel oder Knöchel gelegt, um es schwieriger zu machen die Schmerzen durchzustehen. Eine Zeichnung finden Sie unter:
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2001/11/24/16156.html ]; sie verbrennen die Körper der Praktizierenden mit glühenden Eisen; sie gießen kochendes Wasser über die Praktizierenden, scheuern die Wunden mit Zahnbürsten und schmieren anschließend Salz in die Wunden.

Sie zwingen die Praktizierenden zu knien, legen ihnen Handschellen an, verbrennen ihre Körper mit Feuer, verbrennen ihre Muskeln und Geschlechtsteile mit brennenden Zigaretten; lassen Wachhunde, Schlangen und Skorpione frei um die Praktizierenden zu beißen; zwingen die Praktizierenden, auf einer glühenden Eisenstange zu stehen; sie benutzen Bakterien und Giftgas; hängen die Praktizierenden auf; führen Zwangsernährungen durch mit scharfem Pfeffer und menschlichen Exkrementen, stopfen gebrauchte Damenbinden und schmutzige Reinigungstücher in die Münder der Praktizierenden; sie vergewaltigen die Frauen; injizieren ihnen nervenzerstörende Drogen; ordnen Schlafentzug von mehr als 20 aufeinanderfolgenden Tagen an; verabreichen den weiblichen Praktizierenden Elektroschocks an Vagina, Mündern und After; binden vier Zahnbürsten mit nach außen gedrehten Bürsten zusammen, und stecken sie in die Vagina der weiblichen Praktizierenden und drehen und scheuern damit in der Vagina; werfen die Praktizierenden in Wasserkäfige; "fünf Pferde zerreißen den Körper" (der Körper der Praktizierenden wird gewaltsam in fünf verschiedene Richtungen gezogen; Erfrieren (die Praktizierenden werden im Winter kalt abgeduscht, nackt ausgezogen und gezwungen, barfuß im Schnee zu laufen); im Sommer zwingen sie die Praktizierenden, in der brennenden Sonne zu stehen; sie peitschen sie mit verschiedenen Lederpeitschen (sie verwenden auch Peitschen mit gummiumhüllten Stahlnoppen); sie treiben Bambussplitter unter die Fingernägel der Praktizierenden; sie zwingen sie zu dauerhafter Sklavenarbeit, und andere peinigende Misshandlungen, die nie zuvor in der Geschichte angewandt wurden.

Zu den Misshandlungen, die wir im Sanshui Arbeitslager in der Provinz Guangdong miterlebt haben, gehören folgende:

1. Verfolgung während dem normalen Tagesablauf

Schlechte Qualität des Essens: der Reis war meistens verrottet und der Brei, der aus diesem Reis gemacht wurde, war gelblich und sauer. Die Praktizierenden bekamen nur eine halbe Schüssel mit Reissuppe (die Schüssel hatte einen Durchmesser von ca. 7,5 cm und war ca. 5 cm tief) am Morgen, zum Mittag- und Abendessen gab es jeweils ungefähr 150 g Reis, was gerade genug zum Überleben ist. Das Gemüse, das wir bekamen, bestand aus Wintermelone und altem faserigen Rettich, vergammelten Zwiebeln und schmutzigem altem Gemüse mit bereits gelben Blättern. Ein winziges bisschen Palmöl wurde für mehrere Hundert Menschen an das gekochte Gemüse gegeben und es war kaum genug gesalzen, damit es den körperlichen Bedarf deckt.

Wasserrationierung: Vier- oder fünfhundert Menschen teilen sich ungefähr ein Dutzend Wasserhähne, die lediglich eine Stunde am Tag zugänglich sind. Es ist schwierig eine Dusche zu bekommen, selbst im heißen Sommer. Die Gefangenen streiten sich oft um die Wasserhähne, wenn sie duschen wollen. Die Hygienebedingungen sind schrecklich, die Bettdecken sind so schmutzig, dass eine saubere Hand schmutzig wird, wenn sie sie anfasst. Manche Praktizierende konnten sich drei Monate hintereinander lang nicht duschen. Hunderte von großen Läusen tanzten auf ihren Körpern, abgesehen von den unzähligen, unsichtbaren kleinen Läusen, die sich in ihrer Kleidung verbargen. Die Läuse bissen sie so sehr, dass ihre Körper vollständig entzündet waren und ihre Haut nicht eine einzige unversehrte Stelle aufwies.

2. Sklavenarbeit

Die Praktizierenden werden gezwungen, täglich 13 bis 17 Stunden lang im Arbeitslager zu arbeiten, sie müssen tägliche Quoten erarbeiten. Um ihren Gewinn zu steigern, zwingen die Wärter die Gefangenen zu höchstmöglichen Arbeitsleistungen pro Tag. Wegen der extremen Arbeitsbelastung konnten die meisten Personen die Quoten nicht erreichen. Die Wärter kontrollieren die tägliche Arbeitsleistung entweder selbst oder sie beauftragen andere Insassen, die entweder kurz vor ihrer Freilassung stehen, oder die Wärter bestochen haben, damit sie dies für sie tun können.

Die tägliche Routine des Kontrolleurs besteht darin, die fertiggestellte Stückzahl jedes Gefangenen aufzuschreiben. Die Wärter kontrollieren die Situation täglich. Sie foltern die Praktizierenden, die die Arbeitsquoten nicht geschafft haben. Zu diesen Folterungen gehören:

(1) Langanhaltende Schocks mit Elektroknüppeln;

(2) Schlagen und Treten;

(3) der Rücken des Gefangenen wird mit einer gummiumhüllten Stahldrahtpeitsche ausgepeitscht (sie ist so dick wie ein Finger, zwei Peitschen werden zusammengenommen), danach erscheint sofort eine dunkle Wunde auf dem Rücken;

(4) der Gefangene wird gezwungen, in der Sommerhitze unter der heißen Sonne auf dem Beton gegen eine Wand gerichtet zu stehen;

(5) ein Gewicht von 40 Kilogramm wird auf den Rücken des Gefangenen gelegt, der sich in einer Liegestütz-Haltung befindet. Berührt der Körper des Gefangenen den Boden, wird er von dem Wärter ausgepeitscht;

(6) Im Winter kontrollierten die Kontrolleure die Arbeitsleitung um ca. 22:00 Uhr. Die Wärter zwangen die Praktizierenden, die die Quoten nicht erreicht haben, nur in Unterhosen gekleidet auf dem Übungsplatz zu rennen. Wenn ihre Körper aufgewärmt waren, zwangen die Wärter sie, sich unter die kalte Dusche zu stellen, danach mussten sie zurückgehen und weiterrennen. Wenn sie wieder aufgewärmt waren, wurden sie abermals gezwungen, sich unter die kalte Dusche zu stellen. Dies wiederholte sich bis 1:00 Uhr oder 2:00 Uhr morgens. Die Praktizierenden mussten um 05:30 aufstehen und ihre Arbeit beginnen, falls jemand mittags während der Arbeit einschlief, wurde er von den Kontrolleuren ausgepeitscht oder in Brust und Rücken getreten. Alle Gefangenen sind den ganzen Tag lang voller Angst und Verzweiflung.

Um zu verhindern, dass sie geschlagen werden, bestechen viele Gefangenen die Wärter mit Markenzigaretten, Getränken, Bargeld oder Einkaufsgutscheinen, die im Arbeitslager verwendet werden, oder sie bitten ihre Familien, Geld auf das Bankkonto des Wärters zu überweisen. Ein Wärter namens Yang erklärte, dass er ein Wärter ist, wenn er die Uniform trägt und ein Schläger, wenn er sie auszieht. Er schlägt die Menschen dermaßen brutal, dass alle Gefangenen keinen Mucks machen, wenn er den Arbeitsraum betritt, sie sind so still, dass man sie atmen hören kann. Die Gefangenen nennen ihn den "Killer Nummer Eins". Sie sagen, wenn du ihn mit 1.000 Yuan bestichst, hast du einen Monat Ruhe vor ihm, aber im nächsten Monat wirst du wieder geschlagen, wenn du ihm kein Geld mehr gibst.

3. Physische und mentale Verfolgung

Die Falun Gong Praktizierenden erleiden außer den miserablen Lebensbedingungen und der Sklavenarbeit wie jeder andere einsitzende Verbrecher noch zusätzlich grausame mentale Folter,. Die Polizeiwachen wollen sie dazu zwingen, ihren Glauben in Falun Dafa aufzugeben. Wenn sie in ihre Zellen zurückgekehrt sind, dürfen sie sich nicht ausruhen, sondern werden gezwungen, Berichte zu lesen, die Falun Gong verleumden oder eine sogenannte "Garantieerklärung" zu schreiben (In dieser Erklärung müssen Praktizierende schreiben, dass sie das Praktizieren von Falun Gong bereuen und garantieren, es nicht mehr zu praktizieren, nicht mehr nach Peking zum Appellieren für Falun Gong zu gehen und sich niemals wieder mit anderen Falun Dafa Praktizierenden abgeben.).

Wenn die Praktizierenden sich weigern, diese Erklärung zu schreiben, werden sie mit allen möglichen Foltergeräten und Methoden gefoltert. Aufgrund dessen sind viele Falun Dafa Praktizierende verkrüppelt oder zu Tode gefoltert worden. Dennoch behauptet das Zwangsarbeitslager, dass der tote Praktizierende Selbstmord begangen habe oder an einer Krankheit gestorben sei.

Nehmen wir als Beispiel den fünfzigjährigen Falun Dafa Praktizierenden Herr Lai Zhijun aus der Stadt Dongguan in der Provinz Guangdong, der nach seiner Verurteilung zu Zwangsarbeitslager im Sanshui Zwangsarbeitslager gefoltert wurde. Dort zwangen ihn die Polizisten zur Strafe, dass er sich weigerte, seine Kultivierung von Falun Dafa aufzugeben, im Laufschritt auf dem Übungsplatz zu marschieren. Herr Lai begann einen Hungerstreik um gegen die Verfolgung zu protestieren. Die Polizisten jedoch, die wussten, dass Herr Lai schon sehr geschwächt war, benutzten Elektrostöcke mit hoher Spannung und schockten ihn damit. Herr Lai Zhijun starb an diesen Misshandlungen.

Das Sanshui Zwangsarbeitslager arbeitete mit einem medizinischen Rechtsgutachter zusammen und verschaffte sich somit einen gefälschten Totenschein, um seine Familie und die Öffentlichkeit zu betrügen. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Foshan schickte Gesandte in das Sanshui Zwangsarbeitslager um dort Gerüchte über die Todesursache von Herrn Lai zu streuen.

Der bösartigste Wärter im Sanshui Zwangsarbeitslager, Zhang Shengmei, drohte den Falun Gong Praktizierenden verlängerte Zwangsarbeit an, wenn sie die wahre Todesursache von Herrn Lai verraten würden. (Clearwisdom Net hat einen detaillierten Bericht über das Sanshui Zwangsarbeitslager veröffentlicht, das einen Richtplatz eingerichtet hatte, auf dem die Falun Gong Praktizierenden Huang Zhufeng, Lin Fengchi, Xia Xianqiang, Li Yuandong und andere gefoltert wurden, deshalb wird es hier nicht mehr wiederholt.).

Viele Zwangsarbeitslager in China lassen die Familien der zu Tode gefolterten Falun Gong Praktizierenden keine Beerdigung ausrichten, sondern äschern sie sofort ein. Sie führen die von Jiang entwickelte grausame Strategie durch "der Tod von Falun Gong Praktizierenden durch Schläge ist bedeutungslos und wird als Selbstmord gezählt; der Leichnam wird umgehend eingeäschert ohne Prüfung seiner Identifikation."

Wenn die obersten Führer oder andere Organisationen ein Arbeitslager besuchen um die Situation der Falun Gong Praktizierenden kennen zu lernen, vertuschen sie die wahren Umstände ihrer Verfolgung. Das Arbeitslager sperrt die Praktizierenden, die standhaft darauf bestehen, die Wahrheit auszusprechen, an Orten weg, die für keinen Außenstehenden zugänglich sind, und lassen diejenigen, die sich nicht wagen, die Wahrheit zu sagen, den Besuchern das sagen, was die Polizei hören will. Demzufolge hören die Besucher nichts anderes als Lügen, die die Öffentlichkeit täuschen.

4. Andere grundsätzlichen Menschenrechte werden den Falun Gong Praktizierenden entzogen

Solange die Praktizierenden das Praktizieren von Falun Gong nicht aufgeben, wird ihnen das Recht, Besuch von ihren Familien zu empfangen, sowie das Recht auf Kommunikation vorenthalten.

IV. Die Funktion der chinesischen Arbeitslager

Die eigentliche Funktion der chinesischen Arbeitslager ist, wie von dem chinesischen Justizministerium festgelegt, die "Erziehung durch Arbeit" und zwar von solchen Bürgern, die geringfügige Verbrechen begangen haben und deren schlechtes Verhalten korrigiert werden soll (Diebstahl, Raub, Drogenmissbrauch, Spielerei, Zuhälterei und Umgang mit Prostituierten). Sie sollen die guten Gewohnheiten fördern und den moralischen Standard erhöhen. Haben diese Arbeitslager dieses Ziel erreicht? Nein, diese Aufgabe haben sie ganz und gar nicht erfüllt. Was in aller Welt machen diese Arbeitslager denn? In Wirklichkeit haben sie nicht eine Vielzahl von schlechten Bürgern erzogen und somit eine stabilisierenden Rolle in der Gesellschaft gespielt, wie ein von der chinesischen Regierung gelenktes Medium behauptet. Sie haben schlichtweg die folgenden Funktionen:

1. Sie sind Eigentümer von Fabriken mit besonderen Privilegien

Da die Führer aller Ebenen in dem Zwangsarbeitslagersystem hauptsächlich auf wirtschaftlichen Gewinn und immer größere Profite versessen sind und da die Fabriken, die den Arbeitslagern angehören, das Privileg genießen, dass niemand Zugang zu den Lebensräumen der Insassen hat, können die Lager beliebig Steuern hinterziehen und die Insassen zwingen, wie Sklaven zu arbeiten. Die Polizei kann die Lohnkosten niedrig halten und kann alle möglichen Methoden anwenden, um die Gefangenen willkürlich körperlich und mental zu foltern.

2. Das Zwangsarbeitslagersystem ist eine Brutstätte der Korruption und der schlimmsten Formen des organisierten Verbrechens

Die Lebensbedingungen in einem Zwangsarbeitslager sind extrem schlecht, das Essen ist wie das Viehfutter, das außerhalb des Lagers verwendet wird und es ist äußerst schwierig, eine Dusche zu nehmen oder sich zu waschen. In dieser feindlichen Umgebung wird jeder, der die Herstellungsquoten nicht erreichen kann, bestraft. Um den Folterqualen zu entgehen, bestechen die vermögenderen Gefangenen die Polizisten mit Waren wie Markenzigaretten, Getränken, Einkaufsgutscheinen, die innerhalb des Zwangsarbeitslager benutzt werden können oder sie bitten ihre Familien, Bargeld auf das Bankkonto des jeweiligen Polizisten zu überweisen oder laden den Polizisten zum Mitternachts-Imbiss ein. Diese Gefangenen, die die Polizisten bestechen, sind bekannt als "clevere Kerle". Diese Gefangenen können mit dem Rückhalt der Polizei andere Gefangene mutwillig schlagen. Die nicht so vermögenden Gefangenen bestechen die "cleveren Kerle" mit kleineren Artikeln oder kleinen Geldbeträgen (ein bis zwei Päckchen Durchschnittszigaretten, kleinere Einkaufscoupons oder sie kaufen ihnen zusätzliche Lebensmittel). In den Zwangsarbeitslagern gibt es ungefähr 70 Personen in jeder Unterabteilung. Der Leiter der Unterabteilung (diese Positionen haben normalerweise die sogenannten "cleveren Kerle" inne) erhalten jedes Jahr eine ziemlich große Geldsumme und Waren. Nachdem sie das Geld oder die Waren erhalten haben, bestechen die cleveren Kerle die Polizisten, Gruppenleiter, Abteilungsleiter und die Parteisekretäre, um ihre Haftzeit in dem Zwangsarbeitslager verkürzt zu bekommen. Diejenigen, die die cleveren Kerle nicht bestechen, werden zu den schwierigsten Arbeiten abkommandiert. Wer immer seine Quoten nicht erreichen kann, wird geschlagen oder erleidet die verschiedensten Formen der Bestrafung und Folter. Diejenigen, die jedoch die Aufseher bestochen haben, sind von den Schlägen ausgenommen. Deshalb werden ziemlich viele Verbrecher in den Jahren ihres Gefängnisaufenthalts reich. Um die Kontrolle zu verstärken, verhält sich das Arbeitslager strenger gegenüber denjenigen, die ihre Quoten nicht erreichen. Die Arbeitslager zwingen diese Personen, eigens dafür hergestellte rotfarbige Kleidung und rotfarbige Namensschilder zu tragen. Sie sind die letzten, die ihre Mahlzeiten erhalten. Normalerweise sind die Personen, die unter strengster Kontrolle stehen, diejenigen, die kein Geld haben, womit sie die vermögenden Gefangenen bestechen können.

Es gibt zwei angenehme Jobs in dem Zwangsarbeitslager; der eine ist in der Kantine, wo man essen kann, gekochtes Wasser trinken kann, die Annehmlichkeiten von Duschen genießen kann und sich nicht um Herstellungsquoten kümmern muss, deshalb gibt es auch keine Bestrafung. Jedoch ist es nicht leicht, in eine Kantine zu kommen. Man braucht Leute, die einen empfehlen und diese Empfehlung kostet in der Regel einige Tausend Yuan (dies ist abhängig von der Länge der Haftzeit). Ein anderer angenehmer Job ist der des Mitglieds in dem sogenannten demokratischen Verwaltungskomitee des Zwangsarbeitslagers. Zu ihnen gehört der Leiter des Komitees, der Schrankenwärter, der Ordner und der Lagerverwalter. Sie müssen auch die Polizisten bestechen.

Wenn Verwandte oder Familienangehörige zu Besuch kommen, und keine Zigaretten oder Obst gekauft haben, um die Wärter oder die Ordner zu bestechen wird dieser Gefangene entweder am gleichen Tag oder einige Tage später geschlagen. Nur wenn man im Zwangsarbeitslager ernsthaft krank ist, wird man von der Polizei ins Krankenhaus geschickt. Wenn man nur leicht krank ist und zum Arzt möchte, erhält man von der Polizei ein Zungenschnalzen als Antwort und eine Tracht Prügel. Um zu vermeiden, gefoltert zu werden, wenn die Quoten kontrolliert werden, leihen sich diejenigen die die Quoten nicht erreichen haben, von denjenigen die wirklich schnell arbeiten, Bestechungsartikel oder tauschen Produkte für Waren wie Fertig-Nudelgerichte aus. Viele Gefangenen, die aufgrund der brutalen Schläge in den letzten Zügen liegen, werden für eine Kaution für medizinische Behandlung freigelassen. Die meisten sterben kurz nach ihrer Freilassung. Wenn sie außerhalb des Zwangsarbeitslagers sterben, wird es nicht als Tod im Lager gezählt.

3. Zwangsarbeitslager sind Sklavenmärkte

Wenn das Öffentliche Sicherheitsbüro eine Person in ein Zwangsarbeitslager schickt, gibt dieses dem Öffentlichen Sicherheitsbüro eine Provision von 1.500 Yuan (chinesische Währung, das monatliche Einkommen eines chinesischen Stadtarbeiters beträgt ungefähr 500 Yuan). Deutlich ausgedrückt zahlt das Zwangsarbeitslager diesen Preis für einen jungen Mann als Sklavenarbeiter, der gezwungen wird, schwere Arbeit umsonst zu leisten. Das Öffentliche Sicherheitsbüro einer geheim gehaltenen Stadt in China gibt sämtlichen Polizeistationen eine Quote von Sklaven durch, die jedes Jahr benötigt werden, damit ihre jährliche Provision für den Sklavenhandel sichergestellt ist. Falls die Quote nicht erreicht wird, verhaften die Beamten des Öffentlichen Sicherheitsbüros gesetzestreue Bürger und foltern sie so lange, bis sie Verbrechen zugeben, die sie nicht begangen haben, damit sie sie dann an ein Zwangsarbeitslager verkaufen können.

Während ich in dem Zwangsarbeitslager inhaftiert war, sprach ich mit zwei Mitgefangenen. Einer von ihnen kam aus der Provinz Sichuan. Er sagte, dass er kein Verbrechen begangen habe. Er kam in die Provinz Guangdong um Arbeit zu suchen. Kurz nachdem er den Bahnhof verlassen hatte, wurde er von Beamten des Öffentlichen Sicherheitsbüros verhaftet und des Diebstahls beschuldigt. Weil er nichts gestohlen hatte, weigerte er sich, die falsche Anschuldigung zuzugeben. Daraufhin wurde er brutalen Prügeln ausgesetzt. Schließlich erlag er der Folter und den Verhören und musste somit ein Verbrechen zugeben, dass er nicht begangen hatte. Er wurde dann zu drei Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt [und dem Arbeitslager für drei Jahre verkauft]. Er sagte mir: "Bevor ich hierher gebracht wurde, war ich kein Dieb, aber ich werde mit Sicherheit stehlen, wenn ich diesen Ort verlassen habe! Ich werde mich durch Stehlen rächen und mir für die drei Jahre im Gefängnis Entschädigung verschaffen. Sonst könnte ich das hier nicht verkraften!" Der andere Gefangene kam aus meiner Heimatstadt. Er war ein Motorradtaxifahrer. Er schien ein freundlicher und ehrlicher Mann. Eines Tages wurde er plötzlich von der Polizei verhaftet, sie beschuldigten ihn des Diebstahls und verurteilten ihn zu eineinhalb Jahren Gefängnis. Er beteuerte seine Unschuld, aber er wurde im Zwangsarbeitslager brutal geschlagen. Nur nachdem er seine Familie darum bat, die Polizei zu bestechen, wurden die Schläge verringert. Er sagte zu mir niedergeschlagen: "Was kann ich sonst tun?" Dies sind nur zwei von unzähligen Sklaven, die zwischen Chinas Öffentlichem Sicherheitsbüro und dem Zwangsarbeitslager gehandelt werden.

4. Die Zwangsarbeitslager lehren kriminelle Fertigkeiten

Während ich in dem Zwangsarbeitslager eingekerkert war, fragte ich viele Gefangene, die wegen Diebstahls einsaßen, ob sie ihre Verbrechenskarriere in Zukunft fortsetzen würden. Fast jeder antwortete: "Natürlich. Wie sollten wir uns sonst durchschlagen? Außerdem sind die korrupten Regierungsbeamten die wirklichen Diebe und Banditen!" Nur ein Mann erklärte mir: "Nachdem ich hier soviel gelitten habe, habe ich mich entschieden, Bauer zu werden und ein friedliches Leben zu führen!" Alle anderen Gefangenen tauschten ihre Erfahrungen über ihre Verbrechen aus, wann immer sie Gelegenheit dazu hatten.

Durch den "Intensivlehrgang für Verbrechen", der in den Zwangsarbeitslagern stattfindet, lernen die Gefangenen, wie sie bei den kriminellen Handlungen noch diskreter vorgehen können und wie sie ihre Verbrechen verheimlichen können. Dort haben sie auch alle nur erdenklichen Möglichkeiten, große Untergrundgruppierungen zu bilden. Dies ist das Ergebnis der sogenannten "Umerziehung" in dem Zwangsarbeitslager.

Andererseits hat Falun Dafa die Kraft, die Moral der Praktizierenden zu verbessern und somit die Moral der Gesellschaft wiederherzustellen. Falun Dafa fordert von seinen Praktizierenden, nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht zu handeln und durch ihre Kultivierungspraxis ihren moralischen Standard ständig zu verbessern. Falun Dafa besitzt die Kraft, Rauchern, Alkoholikern, Spielern, Drogenabhängigen, Dieben und Banditen zu helfen, ihre Süchte loszuwerden und ihre Verbrechen zu beenden und Menschen mit hohem moralischem Standard zu werden. Aber die chinesische Regierung verbietet Falun Dafa! Sie verfolgt und ermordet sogar die Falun Dafa Praktizierenden, eine Gruppe von Menschen mit hohem moralischem Standard, Menschen, die sich unter allen Umständen weigern, zu lügen. Die chinesische Regierung hat so viele gutherzige Menschen zu Tode verfolgt und dreht sich herum um sogar zu behaupten, dass dies Chinas beste Zeit der Menschenrechte sei.

5. Zwangsarbeitslager verkaufen an die Insassen schadhafte Produkte

[Ich spreche aus meiner Erfahrung] dass die Sohlen von einem Paar Turnschuhen, die in einem Arbeitslager für 18 Yuan verkauft werden, nach einer Woche zerschlissen sind. Die Sandalen, die für 6 bis 8 Yuan verkauft werden, sind nach drei Tagen ausgetragen und ein Stück Seife ist schon verbraucht, nachdem man damit eine Untergarnitur und ein paar Kleidungsstücke gewaschen hat. Wenn man das Stück Seife kurze Zeit unbenutzt liegen lässt, schrumpft es zur Hälfte seiner ursprünglichen Größe ein. (Ich habe ein Stück Seife behalten, dass ich von einem Arbeitslager gekauft habe, als Beweis, dass das Arbeitslager an seine Insassen schadhafte Produkte verkauft). Es sind nachweislich Untergrundprodukte, weil sie keine Produktetiketten tragen, die Herstellernamen, Firmenadressen, Produktzulassungsnummer oder Telefonnummer ausweisen. Die Preise dieser schadhaften Produkte sind um das zwei- bis fünffache höher als ähnliche Produkte, die man außerhalb des Zwangsarbeitslagers kaufen kann. Das Lager gibt den Gefangenen ungesalzenes Essen um sie zu zwingen, getrocknetes in Salz konserviertes Gemüse zu kaufen.

V. Unser Appell

Bis zum 4. April 2004 wurden 927 Todesfälle von Praktizierenden durch Folter in China nachgewiesen. Offizielle interne Statistiken der Regierung von Ende 2001 weisen jedoch eine tatsächliche Anzahl von 1.600 Praktizierenden aus, die nach ihrer Verhaftung gestorben sind. Zusätzlich sind mindestens 6.000 Falun Gong Praktizierende rechtswidrig zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Über 100.000 Praktizierende befinden sich in Zwangsarbeitslagern. Tausende von Praktizierenden wurden gewaltsam in psychiatrische Anstalten gesteckt, wo sie mit Injektionen gefoltert werden, die das zentrale Nervensystem zerstören. Große Gruppen von Falun Gong Praktizierenden wurden gewaltsam in örtliche Gehirnwäschekurse geschickt, wo sie schwerer physischer und mentaler Folter ausgesetzt sind.

Im Zuge dieser fortwährenden Verfolgung hat das Jiang Regime ein Viertel der finanziellen Ressourcen des Landes dafür ausgegeben, Arbeitslager und Gehirnwäschezentren zu bauen, Überwachungsgeräte, Transport- und Kommunikationsausrüstungen zu kaufen, die Kommunikation durch das Internet zu blockieren und gesetzlose Menschen, die Falun Gong Praktizierende verfolgen, zu belohnen. Außerdem haben sie die Verfolgung an verschiedene Orte in der Welt ausgeweitet, dabei wurden wirtschaftliche Interessen als Lockmittel eingesetzt, um viele Regierungen einzuschüchtern, damit sie über die Verfolgung von Falun Gong Stillschweigen wahren, wodurch die Verfolgung noch verstärkt wurde.

Immer noch werden mehr 100.000 Falun Gong Praktizierende gezwungen, in chinesischen Gefängnissen und Arbeitslagern 13 bis 17 Stunden lang pro Tag zu arbeiten. Sie leben unter furchtbaren Lebensbedingungen. Die Produkte, die in Arbeitslagern und Gefängnissen hergestellt wurden, sind getränkt mit dem Blut und den Tränen der Praktizierenden, manchmal sogar mit ihrem Tod.

Während er die Interessen des chinesischen Volkes verletzt, zerstört das Jiang Regime die moralischen Werte und das Gewissen, worauf die Menschen angewiesen sind. Indem Sie als Unternehmer und Gewerbetreibender die Produkte, die in chinesischen Gefängnissen und Arbeitslagern hergestellt werden, boykottieren, helfen sie gleichzeitig den Falun Gong Praktizierenden. Als Unternehmer sollten sie wissen, wie das Jiang Regime Ihre Investitionen in China verwendet.

Wir rufen alle gutherzigen Geschäftsleute und die Menschenrechtsorganisationen und Regierungen in der Welt dazu auf, ihre helfenden Hände auszustrecken, um dieser unmenschlichen Verfolgung ein Ende zu setzen.

Geschrieben am 11. Februar 2004
Zusätzliche Informationen hinzugefügt am 21. März 2004

Dieser Artikel auf Chinesisch:
http://www.minghui.org/mh/articles/2004/3/25/70837.html
Dieser Artikel auf Englisch:
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2004/4/28/47476p.html

Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Dienstag, 4. Mai 2004
http://de.clearharmony.net/articles/200405/16622.html

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